Rudi Lins
© Frederick Sams

Kfz-Neuzulassungen 2022 lassen auf besseres 2023 hoffen

2022 wurden 9.267 Fahrzeuge neu zugelassen, das ist ein deutliches Minus von 13,4 Prozent im Vergleich zu 2021. Die Neuzulassungen im dritten Quartal stimmen aber für das kommende Jahr positiv. Der Trend zu alternativen Antriebstechnologien hält weiter an.

Laut den aktuellen Daten der Statistik Austria hat die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Vorarlberg im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2021 stark abgenommen. „Neben den Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den Lieferschwierigkeiten haben auch der Angriffskrieg auf die Ukraine sowie die hohe Inflation und damit verbunden eine abschwächende Konjunktur für den Einbruch am Automarkt gesorgt“, begründet Rudi Lins, Obmann der Fachgruppe Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, das erneut schwierige Jahr für den Fahrzeughandel. Dennoch gibt es diverse Vorzeichen, die auf ein besseres Jahr 2023 hoffen lassen. „Betrachtet man die Zahlen im Detail, zeigt sich, dass vor allem das dritte Quartal 2022 einen leichten Positivtrend aufweist. Zudem scheint die Produktion wieder stabiler zu laufen, was zu einer deutlichen Verbesserung hinsichtlich der Lieferengpässe führen sollte“, ergänzt Lins, betont aber, dass aufgrund des aktuellen Weltgeschehens nur mit einem geringen Plus für 2023 kalkuliert werde. 

Einzig Elektro-Antrieb konnte Plus erzielen
Bei den Antriebsarten der neu zugelassenen Pkw zeigt sich, dass ausschließlich rein elektrisch betriebene Fahrzeuge einen leichten Zuwachs erzielen konnten. Fachgruppenobmann Lins erklärt: „Aufgrund der Energiekrise sind die finanziellen Vorteile gegenüber Verbrennern weiter gestiegen. Zudem werden Autos mit Benzin- oder Dieselantrieb durch die Erhöhung der NOVA, die CO2-Abgabe sowie die Normverbrauchsabgabe teurer. Inzwischen haben sich die höheren Anschaffungskosten bei Elektroautos in vier Jahren amortisiert, im vergangenen Jahr waren es noch fünf Jahre.“ Es sei auch damit zu rechnen, dass sich der Anteil der verkauften E-Autos von 20 auf 30 Prozent erhöhen werde. An eine völlige Abwendung von den Verbrennern glaubt der Fachgruppenobmann aber nicht. Vielmehr werden wir einen vielfältigen Mix haben. Es wird auch weiterhin Verbrenner geben – sowohl Benziner als auch Diesel. Wir brauchen einen technologieoffenen Diskurs, um möglichst klimaschonend und innovativ agieren zu können und zukunftsfähig zu bleiben.“  

Pkw-Neuzulassungen 2022 in Vorarlberg: Antriebsarten in Prozent und absoluten Zahlen

  • Benzin: -17,4 Prozent (3.258 absolut)
  • Diesel: -24 Prozent (1.937 absolut)
  • Elektro: 3,3 Prozent (1.885 absolut)
  • Benzin/Elektro (hybrid): -9,4 Prozent (1.728 absolut) 

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