© Daniel Mauche

Hopfner zu deutscher Gaspreisbremse: „Wir müssen jetzt handeln“

Seit Monaten drängt die Wirtschaft vehement auf die überfällige Entkopplung von Strom- und Gaspreisen auf einer gemeinsamen europäischen Ebene. „Allerdings bringt der deutsche Vorstoß einer Gaspreisbremse alle anderen EU-Staaten und damit auch Österreich unter massiven Zugzwang. Derartige Alleingänge sind nicht im Sinne einer gemeinsamen Strategie, sondern fördern vielmehr ein europäisches Systemversagen“, warnt WKV-Präsident Wilfried Hopfner.

Österreich sei als Exportnation – u.a. mit seinen Zulieferbetrieben – ein wichtiger Partner Deutschlands und müsse in Sachen Gaspreis nun ebenfalls rasch Schritte setzen, verdeutlicht der WKV-Präsident: „Einmal mehr fordern wir von der Bundesregierung, umgehend ein unbürokratisches, automatisiertes und antragsloses Lösungsmodell für die Gaspreisproblematik vorzulegen.“ Das Modell der deutschen Strom- und Gaspreisbremse lehnt sich an das österreichische Modell der Strompreisbremse an – allerdings für einen breiteren Verbraucherkreis, der auch die Wirtschaft einbezieht. „Zudem erstreckt sich das deutsche Modell auf den Zeithorizont bis Ende 2024, während in Österreich mit dem Energiekostenzuschuss bisher nur ein zeitlich stark begrenztes Instrument für die Betriebe aufgelegt wurde“, führt Hopfner aus: Dass unsere Wettbewerbsfähigkeit – vor allem in Bezug auf einen unserer wichtigsten Exportmärkte – auf dem Spiel steht, liege auf der Hand. Auch müsse klar sein, dass es durch den drohenden Marktaustritt vieler Betriebe um unzählige wichtige Arbeitsplätze und unternehmerische Existenzen geht. „Angesichts dieses drohenden europäischen Systemversagens werden die einzelnen EU-Staaten nun selbst individuelle Lösungen finden müssen. Das ist kein gutes Signal für das gemeinsame Bemühen, die Energie- und Strompreisproblematik an der Wurzel zu packen“, verdeutlicht der WKV-Präsident.

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