Barbershop
© Mauche Daniel

Ziel muss ein fairer Wettbewerb für alle sein

Als Reaktion auf die Hinweise auf fehlende Anstellungsverhältnisse sowie die Dumpingpreise einiger Barbershops lud die Wirtschaftskammer Vorarlberg Vertreter:innen der Finanzpolizei, des Arbeitsinspektorats sowie der Österreichischen Gesundheitskasse zu einem Austausch.

Die Zahl der sogenannten Barbershops hat in den vergangenen Jahren auch in Vorarlberg deutlich zugenommen. Bei einem Großteil dieser Betriebe werden Männerhaarschnitte zu sehr geringen Preisen angeboten. „Bei den Barbershops in Vorarlberg gibt es einen Haarschnitt bereits ab zehn Euro, das ist deutlich weniger als bei einem traditionellen Friseur. Diese Dumpingpreise verhindern einen fairen Wettbewerb“, sagt Günther Plaickner, Innungsmeister der Friseure. Zudem erhielt die Innung der Friseure immer wieder Hinweise, dass Dienstleistungen schwarz abgerechnet würden und es Übertretungen hinsichtlich der Beschäftigungsverhältnisse gebe. Zur Klärung der Situation hat die Wirtschaftskammer Vorarlberg zu einer Gesprächsrunde mit der Finanzpolizei, der ÖGK und dem Arbeitsinspektorat geladen. Bei dem Gespräch der Branchenvertreter mit Vertreter:innen der Behörden wurden erste konstruktive Lösungsschritte definiert. Innungsmeister Plaickner betonte in diesem Zusammenhang, dass nicht alle Barbershops über einen Kamm geschert werden können. Dennoch sei es wichtig, das Problem bei den zuständigen Stellen anzusprechen und gemeinsam daran zu arbeiten, um den Wettbewerbsverzerrungen entgegenzuwirken. Erste Ansätze in die richtige Richtung dazu gäbe es.

„Wir stehen zu einem fairen Wettbewerb. Das ist der Motor unserer Wirtschaft, der nicht verzerrt werden darf. Als Wirtschaftskammer und Interessenvertretung haben wir eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe wahrzunehmen. Daher ist es eine Pflicht, uns hier konstruktiv einzubringen“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

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