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Winter 2021/22: Ausnahmeregelung für deutsche Kinder notwendig

Die Vorarlberger Bergbahnen und die heimische Tourismuswirtschaft kritisieren scharf die Quarantäneregel für Kinder unter zwölf Jahren, die die deutsche Einreiseverordnung aktuell vorsieht. Vorarlberg als Tourismusdestination mit traditionell vielen Familienskigebieten trifft diese Verordnung nämlich besonders hart. Es brauche daher dringend Lösungen, die nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden und die Familien zerreißen.

Die Einstufung Österreichs als Hochrisikogebiet schmerzt. Da sind sich die Vorarlberger Tourismusbetriebe einig. Denn, obwohl damit auf den ersten Blick nur Einschränkungen für Ungeimpfte einhergehen, sind eigentlich sämtliche Familien mit Kindern unter zwölf Jahren davon betroffen. „Das Problem ist, dass die Verordnung nicht zu Ende gedacht wurde und Kinder die Leidtragenden sind. Sie sind es, die nach einem Aufenthalt in Österreich in Quarantäne müssen – selbst wenn ihre Eltern über einen 2-G-Nachweis verfügen“, sagt Markus Kegele, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. „Nun ist unsere Bundes- und Landesregierung gefordert, mit vollem Einsatz auf unsere deutschen Nachbarn einzuwirken, um eine sinnvolle Lösung für die Kinder unter zwölf Jahren zu finden. Es kann nicht sein, dass Familien so auseinandergerissen werden“, ergänzt Andreas Gapp, Obmann der Fachgruppe der Vorarlberger Seilbahnen. 

Gesamte Tourismuswirtschaft betroffen

In Vorarlberg gibt es zahlreiche Familienskigebiete, die die Einreiseverordnung besonders hart trifft – immerhin sind die deutschen Gäste der wichtigste Markt. Bricht dieser weg, steht nicht nur für die Bergbahnen die Wintersaison auf der Kippe, sondern auch für sämtliche anderen Tourismusbetriebe. „In Vorarlberg gehören Bergbahnen und Tourismus zusammen. Nur so können wir unseren Gästen das Gesamtpaket in punkto Infrastruktur, Hotellerie und Gastronomie bieten, das sie sich erwarten. Wenn nun Familien aus Deutschland nicht mehr kommen können, hat das auch immense Auswirkungen auf alle Tourismusbetriebe im Land. Wir steuern aktuell auf ein massives Problem zu. Insbesondere im Hinblick auf die Weihnachtszeit – dem traditionellen Familienurlaub. Wenn wir diese Wintersaison retten möchten, müssen wir dringend eine neue Lösung mit Deutschland finden“, betont Kegele.

Chance auf guten Winter

Der österreichweite Lockdown für Ungeimpfte ist für die Vorarlberger Bergbahnen alternativlos, um zu retten was noch zu retten ist: „Wir sehen jetzt an den deutschen Reaktionen, dass dieser Lockdown zwingend erforderlich ist – auch wenn er unangenehm auf die Stimmung drückt. Die Maßnahmen sind aber leider notwendig, wenn wir die Chance auf einen guten Winter aufrechterhalten wollen. Wir hoffen, dass die Maßnahmen nun schnell greifen und den erwarteten Erfolg bringen. Denn schlussendlich profitiert niemand davon, wenn die Tourismusbetriebe zwar offenhalten dürfen, die Gäste aber aufgrund von Reisewarnungen oder Quarantäneregelungen ausbleiben“, erklärt Gapp und ergänzt abschließend: „Wir befürworten in diesem Sinne auch die 2-G-Regelung, schließlich haben Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste oberste Priorität. Dass Kinder unter zwölf Jahren zwar von der 2-G-Regel ausgenommen sind, nicht aber von den geltenden Ein- und Rückreisebestimmungen nach Deutschland, ist für uns hingegen einfach nicht nachvollziehbar. Wir appellieren hier eindringlich an die Verantwortlichen diese Regelung nochmals zu überarbeiten.“

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