Pierre Mitternöckler
© Mauche Daniel

Wettbranche an rundem Tisch: „Brauchen klare Abgrenzung“

Gestern Dienstag (19. Oktober) fanden sich Vertreter der Wettbranche, des Landes Vorarlberg und weiterer Behörden und Institutionen zu einem konstruktiven Arbeitsgespräch ein. Ziel und Inhalt des Treffens war nicht nur die wichtige Abgrenzung zwischen Wett- und Glücksspiel, sondern auch Themen wie Spielerschutz oder die problematische Abwanderung in den Online-Bereich.

Erfreulich: Die 2021 gemeldeten Verstöße gegen das Wett- und Glücksspielgesetz haben nicht einen einzigen lizensierten Wettunternehmer in Vorarlberg betroffen. Dennoch fehlt vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung eine klare Abgrenzung zwischen Wett- und Glücksspiel. „Legale Wettunternehmen unterliegen strengsten Regelungen und Kontrollen – und kommen diesen offensichtlich auch nach, während in illegalen Glücksspiel-Hinterzimmern Sozialversicherungsbeiträge, Steuern und Abgaben, vor allem aber Jugend- und Spielerschutz im Schattendasein praktisch nicht eingehoben beziehungsweise gewährleistet sind“, beklagt der Sprecher der Vorarlberger Wettunternehmen, Pierre Mitternöckler. Als weiteres Problem wurde im Rahmen des Gesprächs die Abwanderung zu Online-Anbietern auch im Wettbereich identifiziert, was insbesondere in Sachen Spielerschutz äußerst problematisch sei. Mitternöckler stellt fest: „Es kann nicht sein, dass stationäre Wettunternehmen den behördlichen und selbst auferlegten strengen Vorgaben zu Jugend- und Spielerschutz nachkommen, während schwarze Schafe an Gesetz und Anstand vorbeiwirtschaften können“, sagt Mitternöckler.

Klare Abgrenzung

Deswegen braucht es auch die konsequente Zusammenarbeit mit Land, Behörden und anderen Institutionen, auch in den Themen Suchtprävention oder Spielersperrung. „Wir sind laufend im Austausch mit dem Land Vorarlberg. Von diesem profitieren beide Seiten, da die Vorarlberger Wettunternehmen die strengen Vorgaben einhalten und die Behörden praktische Lösungsansätze und Verbesserungsvorschläge bekommen“, führt der Sprecher aus: „In Summe war das Treffen mit den anwesenden Partnern äußerst konstruktiv und man kann auf den Diskussionen und Ergebnissen aufbauen.“ Man sei sich auch einig, diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch weiter fortsetzen zu wollen. „Wir bauen weiterhin auf den Austausch, wünschen uns aber auch, dass missverständliche und irrtümliche Auffassungen rund um das Thema Sportwetten zukünftig ausgeräumt werden“, stellt Mitternöckler klar. Das betreffe vor allem die mediale Arbeit im „konsequenten Kampf gegen illegales Glücksspiel“. 13 in Vorarlberg lizensierte Sportwettenanbieter wurden im Zeitraum Jänner bis Ende September nach dem Wettengesetz kontrolliert, dabei wurde kein einziger Verstoß nach dem Vorarlberger Wettengesetz festgestellt: Mitternöckler wünscht sich, dass dies auch bei zukünftigen Presseaussendungen verstärkt zum Ausdruck kommt.

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