Markus Kegele
© Frederick Sams

Vorarlberger Tourismusvertreter haken Wintersaison ab

Nach der Verlängerung des Lockdowns für die Gastronomie und Hotellerie will sich die Branche jetzt auf die nächste Sommer- und Wintersaison fokussieren.

Nach den heutigen Ankündigungen der Bundesregierung sieht sich die Vorarlberger Tourismusbranche in ihrer Prognose bezüglich eines drohenden Totalausfalls der Wintersaison 2020/21 bestätigt. Durch die Verlängerung des Lockdowns für die Gastronomie und Hotellerie wird ein Aufsperren der Betriebe bestenfalls Anfang März und schlechtestenfalls ab Ende März oder Ostern erlaubt. Damit ist der Totalausfall im Wintertourismus ein Faktum. Die Sparte Tourismus will darauf mit einem eigenen Plan B sowie dem Fokus für die kommende Sommer- und Wintersaison antworten.  

„Wir müssen die Entwicklung der Infektionszahlen sowie die daran geknüpften harten Covid-Maßnahmen zur Kenntnis nehmen und jetzt das Bestmögliche aus dieser Lage machen. So bitter die fortgeführten behördlichen Schließungen für uns sind, sind wir den Verantwortlichen der Landes- und Bundesregierung und des Krisenmanagements für die angekündigten Ausgleichsmaßnahmen sehr dankbar. Allerdings handelt es sich jetzt offenbar um eine mit 60.000 Euro gedeckelte kurzfristige Liquiditätsspritze von bis zu 30 Prozent des Umsatzes bis Juni und um keinen Umsatzersatz, wie ihn die Branche eigentlich gefordert und erhofft hatte. Auf der anderen Seite nehmen wir positiv wahr, dass damit unserer Position eines drohenden Totalausfalls des Wintertourismus Rechnung getragen wurde“, sagt Markus Kegele, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKV. 

Einbeziehung von Branchenvertretern positiv

Sehr positiv sehen die Branchenvertreter des Tourismus die jüngste aktive Einbeziehung von betrieblichen Vorarlberger Vertretern in den Entscheidungsprozess der Bundesregierung. „Wir haben den Eindruck, dass unsere Interessen diesmal gehört wurden und danken dafür auch explizit Landesrat Christian Gantner und Landeshauptmann Markus Wallner für ihren persönlichen Einsatz. Zwar sind noch einige Details in Bezug auf die neuen Instrumente der Ausgleichszahlungen sowie die Verlängerung der Kurzarbeitszeitregelungen und der Mehrwertsteuersenkung auf fünf Prozent offen. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Tatsache eines Totalausfalls aufgrund der Schließungen seit November sowie den faktischen Grenzschließungen bei den Verantwortlichen nun nicht mehr in Zweifel gezogen wird“, betont Kegele. 

Branchenvertreter planen Qualitätsoffensive

Nachdem nun etwas Planungssicherheit für den Vorarlberger Tourismus geschaffen wurde, sehen die Branchenvertreter wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Geplant ist die Entwicklung eines Plan B, um die Zeit des Lockdowns bestmöglich für die Stabilisierung der Branche, für Aus- und Weiterbildungen sowie strategische Fragestellungen zu nutzen. Spartenobmann Markus Kegele: „Eine derartige Qualitätsoffensive hat zum Ziel, dass wir doch noch gestärkt aus der Krise hervorgehen und uns jetzt mit voller Kraft auf die kommende Sommer- und Wintersaison konzentrieren. Wir wollen dazu alle produktiven Kräfte im Land bündeln. Ziel muss sein, die in den vergangenen Jahren mühsam aufgebauten hochqualitativen Strukturen auf betrieblicher Ebene sowie im Bereich der Mitarbeitenden zu erhalten.“

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