KFZ-Zulassung
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Vorarlberger Fahrzeughandel klar gegen konkretes Ausstiegsdatum für Verbrenner

„Strikte Verbote von Technologien statt deren konsequente Weiterentwicklung stehen nicht für Fortschritt“, sagt Fachgruppen-Obmann Rudi Lins.

Die Forderung von neun EU-Mitgliedsstaaten an die Kommission, ein konkretes Ausstiegsdatum für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren zu nennen, lehnt der Vorarlberger Fahrzeughandel explizit ab. Es müsse einen technologieoffenen Zugang hinsichtlich der Antriebsformen geben, denn auch Verbrennungsmotoren können mit klimafreundlichen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, betrieben werden. Gerade für EPU und Kleinunternehmen, die kleine Fahrzeuge wie Kasten- oder Pritschenwägen für den Transport von Material und Waren für ihre Arbeit verwenden, könnten diese Kraftstoffe eine echte Alternative sein. Aber auch die Lieferfähigkeit und Preisentwicklung bei Neu- und Gebrauchtwagen, sowie die generelle Lebensqualität der Menschen, die aufgrund ihrer spezifischen Situation auf Kfz mit Verbrennungsmotoren angewiesen sind, müssen berücksichtigt werden. 

Obgleich die Zahlen der Statistik Austria belegen, dass es einen klaren Trend in Richtung alternativer Antriebstechnologien gibt, ist Rudi Lins überzeugt, dass der vielfältige Mix an Antriebsmöglichkeiten noch länger bestehen bleibt: „Die Absatzzahlen bei Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechnologien steigen und dieser Trend wird sich auch künftig fortsetzen. Im Bereich der Nutzfahrzeuge gibt es derzeit aber noch keine wirkliche Alternative zum Verbrennungsmotor“. Grundsätzlich gelte es, Anreize zu schaffen, um den Trend zu klimafreundlichen Fahrzeugen zu verstärken, anstatt Restriktionen und Verbote voranzutreiben, betont der Fachgruppen-Obmann. 

Zudem ist und bleibt der Verbrennungsmotor nicht nur maßgebliche Technologie, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Österreich: Laut einer BMK-Studie werden auch im Jahr 2030 noch 76% der verkauften Pkw einen Verbrennungsmotor haben. Das bedeutet, dass dementsprechend der Großteil der Beschäftigten in der Fahrzeugindustrie auch 2030 wirtschaftlich am Verbrennungsmotor hängt.

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