Bergbahnen
© Daniel Zangerl/Montafon Tourismus

Vorarlberger Bergbahnen bleiben weiter geöffnet

Die Vorarlberger Seilbahnen sind sich einig: Sie werden trotz der widrigen Umstände weiterhin ihr Grundangebot aufrechterhalten und den Betrieb für die einheimischen Gäste sicherstellen.

Nichtsdestotrotz hofft die Seilbahnwirtschaft auf eine baldige Öffnung der Gastronomie – ist diese doch wichtiger Bestandteil ihres Angebots. In Anbetracht der aktuellen Zahlenentwicklung und mit etwas Glück, sehen die Bergbahnen noch die Chance auf ein gutes Ostergeschäft. Immerhin macht der April rund ein Fünftel aller möglichen Betriebstage aus. In diesem Fall würde es erstmals auch keine Zwischensaison geben und die Seilbahnen nahtlos vom Winter- in den Sommerbetrieb wechseln.   

Die Vorarlberger Seilbahnen sind sich einig, dass sie ihrer regionalen Verantwortung nachkommen und ihr Grundangebot auch zukünftig den einheimischen Gästen zur Verfügung stellen werden – obwohl sich der Betrieb mit der aktuell sehr geringen Auslastung und einem Umsatzverlust von 75 bis 90 Prozent nicht rechnet. „Die Seilbahnen, wie auch viele andere Unternehmen, benötigen derzeit staatliche Unterstützungshilfe, um diese wirtschaftlich schwierige Zeit zu meistern. Hier gilt es, das Beihilfenrecht der EU vorläufig auszusetzen – sonst wird es auch für ehemals gut funktionierende Betriebe eng“, so Andreas Gapp, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen. Als problematisch erachten die Bergbahnen auch die angedachte Zwei-Meter-Abstandsregel. Denn wird der erforderliche Mindestabstand in den Anstellbereichen trotz FFP2-Maskenpflicht tatsächlich verdoppelt, stoßen auch die Bergbahnen an die Grenzen des Machbaren.  

Trotz aller Unklarheiten gibt es noch Chancen

„Uns ist es wichtig, den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern weiterhin die Möglichkeit zu geben, beim Skifahren vom Alltag abzuschalten und Freude auf der Piste zu haben. Gleichzeitig sehnen wir aber die Öffnung der Gastronomie herbei. Die Verpflegungseinrichtungen am Berg sind wichtig, um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt im Skigebiet zu ermöglichen und gehören einfach zum Skifahren dazu“, so Gapp und ergänzt: „Die aktuellen Infektionszahlen sind rückläufig. Wenn nun noch etwas Glück dazu kommt und sich die Grenzen für unsere Gäste aus Deutschland und der Schweiz wieder öffnen, könnten die höher gelegenen Skigebiete das Ostergeschäft noch mitnehmen - dies entspricht rund einem Fünftel aller Saison-Betriebstage“, erklärt Gapp. Darüber hinaus planen einige Bergbahnen in diesem Fall die Zwischensaison ausfallen zu lassen und vom Winterbetrieb nahtlos und ohne Pause in den Sommerbetrieb zu wechseln. „Somit wäre das Ende der Wintersaison erstmals an kein konkretes Datum gebunden. Wenn wir es tatsächlich schaffen, ab April in den Normalbetrieb zu wechseln und die Grenzen zu öffnen, könnten die Gäste heuer so lange Skifahren, wie es die Witterungsverhältnisse zulassen“, sagt Gapp abschließend.  

Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg

Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg vertritt die Interessen von 71 Mitgliedern und 32 Skigebieten. Vorarlbergweit sind 303 Bahnen und Lifte in Betrieb, die insgesamt rund 1.000 Pistenkilometer bedienen. Durchschnittlich sind über 1.000 Mitarbeiter und 20 Lehrlinge bei den Vorarlberger Seilbahnbetrieben beschäftigt. Jährlich erwirtschaften die Vorarlberger Seilbahnen einen Nettoumsatz aus Personenbeförderung von rund 150 Millionen Euro und reinvestieren im Schnitt 50 Millionen Euro.

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