Dieter Bitschnau
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Steuerreform: Das richtige Zeichen für den Restart

„Die Steuerreform setzt die richtigen Anreize zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und der Liquidität und ist ein entscheidender Impuls für eine nachhaltige Absicherung und Entwicklung von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Kleinunternehmen“, erklärt Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

„Die Steuerreform unterstützt den Restart von Ein-Personen-Unternehmen und Kleinunternehmen“, ist Dieter Bitschnau überzeugt. Die positive Stimmung spiegelt auch die zu diesem Thema durchgeführte Blitzumfrage in der Branche wider: Sechs von zehn Unternehmer:innen in der Sparte Information und Consulting beurteilen die Steuerreform grundsätzlich positiv und sehen eine Entlastung für EPU und KMU.

Durch die Absenkung der Steuersätze in der 2. und 3. Einkommensteuerstufe, die Erhöhung des Gewinnfreibetrags sowie die Reduktion der Krankenversicherungsbeiträge bleibt den Kleinunternehmen am Ende mehr Geld, das wiederum die Eigenkapital- und Investitionsquote erhöht und die Liquidität der Unternehmen sichert. 

Mit der Erhöhung der Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern auf 1000 Euro wurde eine Forderung der Wirtschaft umgesetzt. Gerade für wissensbasierte Dienstleistungsbetriebe, deren Investitionen sich vor allem auf Betriebsmittel in der IT-Infrastruktur beziehen, stellt die neue Grenze eine praxistaugliche Lösung dar, die der tatsächlichen Nutzungsdauer der Geräte Rechnung trägt und eine Verwaltungsvereinfachung für die Unternehmen bewirkt. 

„Für die von der Pandemie teilweise stark betroffenen Kommunikations- und Consultingdienstleister:innen – die Umsätze im Coronajahr 2020 lagen im Durchschnitt rund 30 Prozent unter dem Vorkrisenniveau - ist die Steuerreform ein wichtiges Signal und zeigt wie wichtig die hoch spezialisierten, kreativen und innovativen Dienstleistungsunternehmen für den Wirtschaftsstandort sind“, betont der Spartenobmann, der in den Maßnahmen eine langfristige Stärkung der Kleinunternehmen sieht. 

Als Wermutstropfen sieht der Spartenobmann, dass die langjährige Forderung der Wirtschaftskammer nach einer einfacheren Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers nicht umgesetzt wurde. Ein Arbeitszimmer zu Hause kann derzeit nur in wenigen Fällen als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. „Das entspricht einfach nicht mehr den heutigen Arbeitswelten“, sagt Bitschnau, der in diesem Zuge seine Forderung nach einer abzugsfähigen Betriebsausgabe des Arbeitszimmers im Wohnungsverbund erneuert.

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