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Stab der Vorarlberger Wirtschaft: Arbeitsmarkt im Fokus

Der zehnte Expertenstab der Wirtschaftskammer und des Landes, diesmal zum Thema „Herausforderungen für den Arbeitsmarkt“. Das Treffen fand im Landhaus unter Beisein von Bundesarbeitsminister Martin Kocher und Landeshauptmann Markus Wallner statt.

Arbeitsminister Martin Kocher stand im Rahmen seines Antrittsbesuches in Vorarlberg dem Stab der Vorarlberger Wirtschaft Rede und Antwort. Dabei ging es unter anderem um Themen wie Kurzarbeit, Qualifikationsoffensiven und den steigenden Fachkräftebedarf.

Die Bewältigung der Pandemie und deren Folgen habe für den Arbeitsmarkt oberste Priorität. Wichtig sei es aktuell, Arbeitsplätze durch die Kurzarbeit zu sichern und Beschäftigung zu schaffen, sobald eine leichte Erholung am Arbeitsmarkt eintritt. „Für Branchen, die von behördlichen Schließungen betroffen sind und danach noch Schwierigkeiten haben, ist es auch in Phase vier nach wie vor möglich, die Arbeitszeit auf null Prozent zu reduzieren“, sagt Kocher. 

Joboffensive

Qualifizierung ist seiner Meinung nach der Schlüssel für den Arbeitsmarkt. „Wenn wir jetzt ausbilden, sind wir gut vorbereitet, wenn die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt“, betont Arbeitsminister Kocher. Daher wurde unter anderem die Joboffensive als größte Aus- und Weiterbildungsoffensive in der Geschichte der Zweiten Republik gestartet. Kocher richtete auch einen Appell an Betriebe und ihre Mitarbeitenden, die Zeit in der Krise für Qualifikation zu nutzen. Lobende Worte fand der Minister für Vorarlberg, dass „in vielen Fällen Vorbild ist und unter anderem die stärkste Vermittlungstätigkeit aufweist“. 

WKV-Präsident Hans Peter Metzler zeigte sich erfreut, dass sich in dieser schwierigen Zeit mit Martin Kocher ein ausgewiesener Fachmann der großen Herausforderung stellt. „Es muss uns gelingen, die Menschen zu befähigen, um an den Bildungsangeboten partizipieren zu können“, sagt Metzler. Die Betriebe wollen unbedingt ausbilden, leiden aber akut unter Bewerbermangel. Darauf gelte es den Fokus zu legen. Auch im Bereich Bildung müsse man jetzt an strukturellen Optimierungen arbeiten. 

Qualifizierung forcieren

„Der beste Jobmotor ist eine funktionierende Wirtschaft. Vorarlberg nützt deshalb die herausfordernde Zeit, um Höherqualifizierung gezielt zu forcieren“, erläutert Landesrat Marco Tittler. Ausbilden und qualifizieren und nochmals ausbilden und qualifizieren stehe im Vordergrund. Je mehr Qualifikationen, umso besser die Chancen auf einen Arbeitsplatz. Das sei auch entscheidend für die weitere Standortentwicklung, so der Landesrat. Ganz weit oben stehe zudem weiter das Ziel, jungen Menschen bestmögliche Beschäftigungsperspektiven zu bieten. Es sei ganz entscheidend, jugendliches Potenzial optimal zu fördern und bei Bildung und Ausbildung zukunftsorientierte Rahmenbedingungen bereitzustellen. Tittler: „Auf keinen Jugendlichen verzichten, niemanden zurücklassen – dieses politische Bekenntnis gilt weiterhin.“ Dafür halten Land und AMS auch an ihrer Beschäftigungs- und Ausbildungsgarantie für junge Menschen fest. 

Weiterentwicklung des Stabs

Durch den von WKV-Präsident Hans Peter Metzler und Landesrat Marco Tittler initiierten „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“ sollen der gemeinsame Blick auf aktuelle Entwicklungen intensiviert und eine strukturierte Koordination untereinander ausgebaut werden – hinzu kommt schließlich auch ein verbindliches Vorgehen: Unter starker Einbindung der Fachorganisationen, Sparten und Branchen sollen entscheidende Problemfelder und Herausforderungen identifiziert und gemeinsam mit den System- und Sozialpartnern sowie dem Land konkrete Lösungsmaßnahmen umgesetzt werden.


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