Direktor Christoph Jenny
© Mauche Daniel

Sie sind zu weit gegangen, Herr Keckeis!

Die Aussagen von AK-Direktor Rainer Keckeis, die er in der Sendung „Vorarlberg live“ in Richtung Unternehmer:innen getätigt hat, sind für WKV-Direktor Christoph Jenny völlig inakzeptabel.

„Rainer Keckeis wirft den Unternehmen vor, in der Corona-Krise mit einer ,Unverschämtheit in die Staatskasse gegriffen zu haben‘. Diese Aussagen können wir nicht so hinnehmen. Statt konstruktiver Vorschläge hören wir von Keckeis immer nur Angriffe auf diejenigen, die das System aufrechterhalten, nämlich die Unternehmen“, stellt Jenny klar.

Der AK-Direktor habe nach zwei Jahren Pandemie immer noch nicht kapiert, was uns die Krise gelehrt hätte: Wirtschaft und Gesellschaft sind nicht trennbar. Der Höchststand an Arbeitslosigkeit war ein deutliches Zeichen, welche Auswirkungen wirtschaftliche Schwierigkeiten auf Land und Leute haben. 

WKV-Direktor Jenny: „Ohne die Wirtschaftshilfen in der wohl größten Wirtschaftskrise der 2. Republik hätte wohl gerade seine Institution, die Arbeiterkammer, den größten Mitgliederschwund erleben müssen, denn zig-tausende Arbeitsplätze konnten dadurch gesichert werden. Gerade die milliardenschwere Kurzarbeit ist vor allem den Arbeitnehmer:innen zugute gekommen.“ 

Es sei geradezu skandalös, wie Keckeis über die vielen fleißigen und ehrbaren Unternehmer:innen des Landes herziehe. Ihnen dabei noch vorzuwerfen, Steuerumgehungsmodelle bedient zu haben, sei einfach ungeheuerlich. „Bei vielen ging es in den vergangenen zwei Jahren um die Existenz, dies einfach mit ,ich kann es nicht mehr hören‘, vom Tisch zu wischen, zeugt von einer realitätsfernen Gedankenwelt“, betont Jenny. 

„Pauschal den Unternehmer:innen zudem auszurichten, sie sollen ihre ,privat angeschafften Wohnungen verkaufen‘, um über die Runden zu kommen, ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Von seinem Gehalt als AK-Direktor können viele Unternehmen wohl nur träumen“, sagt der WKV-Direktor.

Weitere Newsmeldungen

Wirtschaftskammer unterstützt Modellregion für eine Gemeinsame Schule in Vorarlberg 

„Es stimmt uns positiv, dass endlich wieder Bewegung in die Sache kommt und die Politik bereit ist, die Frage einer Gemeinsamen Schule zu thematisieren. Die Idee eines regionalen Pilotprojektes für Vorarlberg von Schulandesrätin Schöbi-Fink befürworten wir sehr, denn sie entspricht unserer langjährigen Forderung“, erklärt WKV-Direktor Christoph Jenny.

2.2.2023
Mehr lesen

Checkliste als Chance für die benötigte Energiewende

Die von der Wirtschaftskammer Vorarlberg herausgegebene Checkliste „Energieeffizienz – Tipps für Unternehmen“ dient als praxisnaher Leitfaden zur Unterstützung von Umsetzungsmaßnahmen in Vorarlberger Unternehmen - um energieeffizienter und damit zukunftssicher zu werden.

31.1.2023
Mehr lesen

Industrie-Konjunktur: Aufschwung lässt auf sich warten

Fazit der aktuellen Konjunkturumfrage für das 4. Quartal 2022: Die Stimmung in der Vorarlberger Industrie ist weiter getrübt – die Ergebnisse in den einzelnen Branchen sind aber uneinheitlich. Der Geschäftsklima-Index – das ist der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten - ist leicht gestiegen, von zuletzt -10,4 auf +0,2 Prozentpunkte.

30.1.2023
Mehr lesen
zurück zur News- & Meinungenübersicht