Kiesabbau - Regionale Rohstoffe
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Regionale Rohstoffe sind unverzichtbar!

„Während die Wirtschaft konsequent und konstruktiv an Rohstoff- und Deponiestrategien arbeitet, werden wichtige Projekte wie die Erweiterung des Kiesabbaus in Altach durch gemeindepolitisches Geplänkel und widersprüchliche ‚Aus Prinzip dagegen‘-Taktik ausgebremst“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

„Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir einen großen Teil unseres Bedarfs selbst decken könnten. Doch stattdessen finden nach wie vor unzählige Rohstofftransporte über weite Strecken und durch das Siedlungsgebiet statt – oft sogar aus dem Ausland.“ Das könne nicht im Sinn einer funktionierenden regionalen Rohstoffversorgung sein. „Man kann sich nicht einmal mehr darauf verlassen, dass Zusagen und Beschlüsse von Gemeinden halten. Diese Verhinderung von bereits genehmigten Projekten beziehungsweise allenfalls unzureichende und nicht rechtzeitige Prüfung möglicher Alternativen ist abzustellen.“ 

Ein gewisser Hang zur Widersprüchlichkeit findet sich nicht nur auf Gemeindeebene, sondern auch im zuständigen Ministerium: Durch die Verhinderung der räumlich näheren und verkehrsvermindernden Autobahnanschlussstelle mit direkter Zufahrt zum Erschließungsgebiet in Altach nimmt man offenbar nicht nur den Verkehr durch das Siedlungsgebiet in Kauf, sondern auch, dass weiterhin unzählige Schwerlasttransporte über weite Strecken durchgeführt werden. „So viel zum Thema Regionalität und Klimaschutz. Auch deshalb haben wir eine klare Botschaft nach Wien: Bitte eine praktikable Verkehrslösung finden – und zwar nicht nur in Altach“, sagt Metzler. 

Lösungen auf den Tisch – jetzt: „Wir weisen seit Jahren auf die überaus angespannte Situation im Bereich Rohstoffe und Deponien hin und versuchen alle Seiten für tragfähige und gemeinsame Lösungen zu sensibilisieren. Wir erwarten uns eine rasche Einigung der betroffenen Gemeinden, Lösungen müssen rasch auf den Tisch – für eine stärkere regionalwirtschaftliche Unabhängigkeit im Rohstoffsektor mit verantwortungsvollen kommunalen Partnern. Bei gutem Willen aller Beteiligten ist das in Zeiten wie diesen auch machbar. Oder: Weiterhin aus dem Ausland importieren – und mit allen negativen Begleiterscheinungen leben. Dann müssen die Verantwortlichen ihren Bürgerinnen und Bürgern aber auch die Folgen erklären.

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