Günther Plaickner, Innungsmeister der Friseure
© Frederick Sams

Rasche und unbürokratische Hilfe gefordert

„Unsere Unternehmen brauchen bessere und schnellere Unterstützung“, fordert Günther Plaickner, Innungsmeister der Friseure, und ergänzt: „Die Öffnung mit 13. Dezember muss unbedingt halten.“

Die Stimmung unter den heimischen Friseuren ist angespannt, das Verständnis dafür, dass die Branche nun die Folgen der Versäumnisse der vergangenen Monate mittragen muss, sinkt. „Dass es den Verantwortlichen, trotz der zahlreichen Warnungen der Expertinnen und Experten, nicht gelungen ist, funktionierende Konzepte für die Herbst- und Wintermonate auszuarbeiten und wir nun wieder schließen müssen ist fatal“, sagt Günther Plaickner: „Neben dem massiven Schaden für die Wirtschaft und unsere Branche müssen wir vor allem wieder mit einigen persönlichen Schicksalsschlägen rechnen. Der Öffnungstermin mit 13. Dezember muss daher unbedingt halten.“

Jetzt gelte es, den Betrieben möglichst rasch und unbürokratisch zu helfen, führt Plaickner aus, es brauche Unterstützungsmaßnahmen für die Zeit des Lockdowns und nicht für den Betrachtungszeitraum eines Kalendermonates. Die derzeitigen Hilfsmaßnahmen sind laut Innungsmeister zu schwach, denn Unterstützungen gibt es erst ab einem Umsatzeinbruch von 40 Prozent zu den Vergleichsmonaten aus dem Jahr 2019. 

Sichere Branche

Ziel nach der Öffnung am 13. Dezember muss es auch sein, von der dann gültigen 2G-Regelung möglichst schnell wieder zu einer 2,5G- beziehungswiese einer 3G-Regelung zurückzukehren. Die Betriebe halten sich vorbildlich an die Corona-Maßnahmen, um einen sicheren Friseurbesuch zu garantieren. In den vergangenen Monaten sei man zu Hygiene-Expert:innen geworden, betont der Innungsmeister und erinnert, dass man die Vorreiterrolle hinsichtlich der Eintrittstests mehr als nur erfüllt habe. „Die Vorarlberger Friseure halten sich penibel an die Corona Schutzmaßnahmen, desinfizieren regelmäßig ihr Werkzeug, halten die Abstandsregeln zwischen den Kundinnen und Kunden ein und führen regelmäßig Testungen ihrer Angestellten durch“, erklärt Günther Plaickner und verweist darauf, dass es bei den Friseurbetrieben kaum Infektionen gab.  

Lehrlinge und Friseurbesuche in der Schweiz

Auch die Mitarbeitenden der Salons trifft der Lockdown schwer, vor allem die Lehrlinge werden in ihrer Ausbildung gebremst. „Natürlich werden sie mit Hausaufgaben und praxisnahen Übungsmaterialen versorgt, das ersetzt aber nicht die Ausbildung vor Ort. Die Lockdowns hinterlassen gravierende Spuren in der Ausbildung unseres Nachwuchses“, warnt der Innungsmeister. Zusätzlich verliert die Branche jeden Tag Kundinnen und Kunden, die entweder Salons über der Grenze in der Schweiz besuchen oder sich zu Hause schwarz die Haare schneiden lassen. 

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