© Eva Sutter

Projekte der JWV forcieren soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in der heimischen Wirtschaft

Das unternehmerische Handeln, bei dem das ungebremste Profitstreben das Maß aller Dinge ist, ist gesamtgesellschaftlich nicht mehr zukunftsfähig. Vielmehr gilt es, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung als gelebte Unternehmensrealität in unserem Wirtschaftssystem zu verankern.

Wie das möglich ist, zeigte der Spenglerbetrieb TECTUM GmbH im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Eintauchen! Unternehmensaudit“ der Jungen Wirtschaft Vorarlberg (JWV) und erhielt umgekehrt von den teilnehmenden Jungunternehmer:innen wertvolle Inputs. Die Veranstaltungsreihe wurde von der JWV im Zuge ihres Zukunftsbildes #unserplan erarbeitet und ist Teil des Themenbereichs „Relevanz“ – einer von vier inhaltlichen Schwerpunkten von #unserplan. 

Die Klimakrise und soziale Ungleichheiten sind die größten Herausforderungen unserer Zeit. Um diese bewältigen zu können, muss auch im Unternehmertum ein Umdenken stattfinden. Es soll nicht mehr nur darum gehen, denn größten Gewinn zu erwirtschaften. Vielmehr müssen sich Unternehmen ihrer Verantwortung als Teil der Gesellschaft bewusstwerden und diese auch wahrnehmen. „Dass Unternehmen verstärkt soziale Verantwortung, ökologische Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut bringen müssen, ist eigentlich keine neue Erkenntnis. In der Praxis hat sich das aber leider noch nicht mehrheitlich durchgesetzt. Wir als Junge Wirtschaft möchten unseren Teil dazu beitragen, damit sich dies ändert. Das ist unser Ziel und darauf arbeiten wir hin“, erklärt Tim Mittelberger, Vorstandsmitglied der JWV und Geschäftsführer Dorfelektriker Mittelberger GmbH. Die JWV liefert daher im Rahmen ihres Zukunftsbildes #unserplan Denkanstöße rund um die Themen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und soziales unternehmerisches Handeln und setzt entsprechende Projekte um. 

Vom Schwarmwissen profitieren

In diesem Sinne entwickelte die JWV das bestehende Veranstaltungsformat „Eintauchen!“ zu „Eintauchen! Unternehmensaudit“ weiter und legt dabei den Fokus ganz auf ökologische und soziale Aspekte. Am 4. November fand das Format erstmalig im Spenglerbetrieb TECTUM GmbH statt. Die teilnehmenden Mitglieder der Jungen Wirtschaft Vorarlberg erhielten nicht nur Einblicke in die Prozessabläufe des Unternehmens, sondern brachten sich auch aktiv mit Lösungsvorschlägen und ihrem Know-how ein. Seit der Unternehmensgründung vor 15 Jahren werden bei TECTUM die Umwelt und die Menschen im Betrieb großgeschrieben. „Wir fördern unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn der Mensch ist und bleibt in Zukunft ein wesentlicher Faktor“, unterstreicht Udo Waibel, Geschäftsführer TECTUM GmbH. So etwa ist das Unternehmen Ökoprofit zertifiziert, Mitglied beim Klimaneutralitätsbündnis, ausgezeichneter Lehrbetrieb, inklusionsfreundlicher Betrieb und ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb. „Mit ‚Eintauchen! Unternehmensaudit‘ können wir nicht nur unser Wissen rund um ökologische und soziale Verantwortung an Jungunternehmer und Jungunternehmerinnen weitergeben, sondern erhalten dadurch die hervorragende Möglichkeit, unser Unternehmen aus der Perspektive anderer zu betrachten, wodurch sich wertvolle Denkanstöße und neue Lösungsansätze ergeben. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, freut sich Udo Waibel zudem. 

Tipps für Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag

Auch mit der Teilnahme an der „SDG Challenge“ der Caritas, unterstreicht die Junge Wirtschaft ihre Bemühungen, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit im Unternehmertum zu fördern. SDG steht dabei für „Sustainable Development Goals“ – also die Nachhaltigkeitsziele der UN. Im Sommer arbeitete Helena Büchel, Teilnehmerin der Challenge vier Wochen lang für die JWV. Im Rahmen dieses Praktikums erstellte sie Tipps, wie Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag einfach umgesetzt und wie das unternehmerische Handeln an ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielen ausgerichtet werden kann. Diese Tipps werden von der JWV zusammengefasst und in Form einer Toolbox allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt. „Die großen Herausforderungen unserer Zeit werden wir nur gemeinsam bewältigen können. Es braucht weniger Konkurrenzdenken und mehr Kooperation. Gemeinsam können wir Veränderungen bewirken, wenn wir ins Tun kommen und an einem Strang zu ziehen. Das ist es, was wir mit #unserplan und den entsprechenden Projekten verfolgen“, sagt Verena Eugster, Landesvorsitzende der JWV und Geschäftsführerin W3 Marketing GmbH.

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