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Preissteigerung: Auch die Betriebe rasch entlasten!

WKV-Präsident KommR Wilfried Hopfner: „Nationale Maßnahmen für Haushalte sind ein wichtiger Schritt, um die enormen Preissteigerungen abzufedern und einen Akzent Richtung Kaufkraft zu setzen. Aber es braucht jetzt schnellstmöglich auch eine Entlastung der Betriebe.“

Der beispiellose Anstieg der Strompreise in ganz Europa heizt die Inflation an und stellt eine extreme, wirtschaftliche Bedrohung für Unternehmen und Haushalte dar. „Klar ist, dass das Preissteigerungsproblem auf europäischer Ebene an der Wurzel gepackt werden muss, denn die Preisfindung am Energiemarkt findet nicht mehr unter normalen Gegebenheiten statt. Das braucht Zeit. Daher braucht es kurzfristig und befristet eine Energiepreisbremse auch für Unternehmen“, betont WKV-Präsident KommR Wilfried Hopfner. 

Diese müsse zeitnah und effizient umgesetzt werden. Gleichzeitig braucht es aber eine qualifizierte Diskussion und vor allem Lösung auf europäischer Ebene, wie die Gegenwirkung der notwendigen Sanktionen gegenüber Russland in Europa abgefedert werden und funktionierende Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geschaffen werden können. Das Merit-Order-Prinzip habe vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der damit verbundenen wirtschaftlichen Verwerfungen in der aktuellen Form vorläufig ausgedient. 

Der inoffizielle Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Notfallintervention zur Eindämmung der Strompreise sei, sagt Hopfner, jedoch unzureichend. Es wird eine Reduktionsverpflichtung für die Mitgliedsstaaten vorgeschlagen, marktbedingte Übergewinne sollen abgeschöpft und für Interventionen im Endkundenpreis bzw. für die Finanzierung von regulierten Endkunden-Tarifen verwendet werden. Hopfner: „Die bisher bekannten Ideen werden keinen direkten Effekt auf den Großhandelspreis haben. Ein notwendiger Eingriff in den Strommarkt bleibt aus. Die Gefahr ist groß, dass praktisch sämtliche Maßnahmen wieder an den Nationalstaaten hängenbleiben“, erklärt Präsident Hopfner.

Es könne nicht sein, dass die Antwort der EU auf die Forderungen nach einer europäischen Lösung das Zurückspielen des Balls in die Verantwortung der Mitgliedstaaten ist. „Aus Sicht der Wirtschaft muss die Europäische Kommission deutlich ambitionierter vorgehen und Vorschläge für einen zeitlich befristeten Eingriff in die Preisbildung an den Strommärkten vorlegen. Nur so bekommen wir die Strompreise in den Griff. Und dafür hat sich die österreichische Energieministerin in Brüssel energisch einzusetzen. Bis zum Wirksamwerden europäischer Preisdämpfungen gilt es, den heimischen Betrieben, so wie den Haushalten, mit Teilentschädigungen kraftvoll und rasch unter die Arme zu greifen“, sagt der WKV-Präsident.

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