Finanzen
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Mehr Finanzbildung nützt dem Wirtschaftsstandort Österreich

Finanzielle Kompetenzen sollen gestärkt werden – Fokus auf Schule deutlich erhöhen - Nationalen Finanzbildungsplan rasch und nachhaltig umsetzen 

Die Wirtschaftskammer begrüßt die heute, Donnerstag, von Finanzminister Gernot Blümel präsentierte Nationale Finanzbildungsstrategie: "Der klare strategische Ansatz, das Thema ‚Financial Literacy‘ stärker in Österreich zu verankern, ist sehr positiv. Die Herausforderungen der Coronakrise führen dazu, dass sich weite Teile der Bevölkerung verstärkt mit Finanz- und Wirtschaftsthemen auseinandersetzen. Die körperliche Gesundheit ist dabei ebenso wichtig wie die finanzielle Gesundheit. Hier müssen wir nachhaltig ein möglichst gutes Rüstzeug zur Verfügung stellen um Bezugspunkte in den jeweiligen Lebensphasen der Menschen zu schaffen. Das nützt allen Bürgerinnen und Bürgern und damit auch dem Wirtschaftsstandort Österreich“, sagt Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die Finanzbildungsstrategie des Bundes sieht vor, frühzeitig die Grundlagen zu entwickeln, um vor allem finanzielle Entscheidungen treffen und Chancen und Risken einschätzen zu können: Durch Informationen zu verantwortungsvoller Finanzplanung soll ein langfristiger finanzieller Erfolg ermöglicht werden. Angesprochen werden hierbei alle Lebensphasen von der Schule und dem ersten Taschengeld über das Arbeitsleben bis hin zur ersten großen Anschaffung und der Vorsorge für die Zukunft.

"Österreich steht im internationalen Vergleich nicht schlecht da, dennoch zeigen Studien in einer gewissen Regelmäßigkeit den Bedarf zusätzlicher Maßnahmen im Bereich ‚Financial Literacy‘ - dazu ist neben einer Sensibilisierung für die Bedeutung von Finanzbildung vor allem die Sicherstellung des Zugangs zu einer qualitativ hochwertigen Finanzbildung für alle notwendig und das praxisnah und lebensnah“, so Kühnel. Es gehe dabei inhaltlich etwa um relevante Fragen in einer komplexer werdenden Welt, wie die Finanzierung eines Eigenheims, den Zinseszins-Effekt, Veranlagungsstrategien oder langfristige Haushaltsplanung.

Die Strategie umfasst dabei nicht nur die Koordinierung von bestehenden Angeboten und die Ausrollung von Ergänzungen, sondern tritt auch in einen Dialog mit allen relevanten Stakeholdern dieses Themengebietes, um Erfahrungen für die gemeinsame Sache zielgerichtet zu bündeln. Die Strategie wurde daher gemeinsam mit der Österreichischen Nationalbank, der Wirtschaftskammer Österreich und anderen Stakeholdern entwickelt.

Wirtschafts- und Finanzbildung rasch in Lehrplänen integrieren
Im Detail soll im Rahmen eines Aktionsplans beispielsweise ein Finanzbildungsportal im Internet vorhandene Angebote bündeln oder ein modularer "Finanzführerschein“ samt Zertifikat speziell auch für Jugendliche in der Ausbildung angeboten werden. Gerade mit Fokus auf die Schule sei es wichtig, so Kühnel, dass das Thema auch und gerade im Unterricht stärker zu Geltung komme. Wirtschafts- und Finanzbildung sollte so rasch wie möglich in den Lehrplan aller Schultypen integriert werden. "Die Strategie ist da, nun geht es um die Umsetzung und langfristig um die Evaluierung ihrer Wirksamkeit. Das zu unterstützen und in die Nachhaltigkeit zu bringen, dafür stehen wir bereit“, so Kühnel abschließend. 

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