Kindergarten Lochau
© Mauche Daniel

Junge Wirtschaft Vorarlberg sieht Handlungsbedarf beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze

Damit Jungunternehmertum und Familie vereinbar sind. Die Junge Wirtschaft Vorarlberg (JWV) sieht den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze als essenziellen Faktor, um Vorarlberg als Vorzeigeregion zu stärken. Doch das ist schwierig, gibt es noch immer nicht genug Betreuungsplätze. Die Junge Wirtschaft fordert daher eine flächendeckende Kinderbetreuung, gerade auch in den Talschaften.

Das neue Schuljahr startet in wenigen Wochen und die Kleinkindbetreuungseinrichtungen sind sehr gut gebucht. Wer sich in Vorarlberg nicht früh genug um einen Betreuungsplatz für den Sprössling kümmert, für den kann es eng werden mit dem Wiedereinstieg. In den vergangenen Jahren wurde bereits viel getan, aber für eine so fortschrittliche Region wie Vorarlberg bei Weitem noch nicht genug. Für die Interessenvertretung der Jungunternehmer:innen braucht es daher mehr Angebote für die (Klein)Kindbetreuung. Dies wäre auch ganz im Sinne der Marke Vorarlberg und dem damit verbundenen Ziel, Vorarlberg bis 2035 zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen.

„Eine Unternehmensgründung und Familienplanung darf heute kein Entweder-oder mehr sein. Dafür braucht es eine zeitgemäße und flächendeckende Kinderbetreuung“, erklärt Maximilian Lehner, Vorstandsmitglied der Jungen Wirtschaft Vorarlberg. Aus dem Stimmungsbild der Mitgliedsunternehmen, das die JWV Ende Juni 2021 erhoben hat, geht klar hervor: 70 Prozent der Befragten blicken positiv in die Zukunft, sehen aber Investitionsbedarf im Bildungsbereich, einschließlich der Elementarpädagogik. „Gerade auch im Sommer stehen Eltern – gleichzeitig noch Unternehmer:innen - oft vor einem großen Betreuungsproblem - gilt es doch zwei Monate Ferienzeit irgendwie zu überbrücken. Ohne die Unterstützung von den eigenen Eltern und Schwiegereltern wäre es für viele schlichtweg nicht möglich, eine Ferienbetreuung zu organisieren. Doch es kann nicht sein, dass Eltern ohne ein familiäres Netzwerk durch den Raster fallen und mit dem Problem alleingelassen werden“, betont Lehner.

Wirtschaftsraum stärken

„#unserplan – so funktioniert Wirtschaft morgen“, das Zukunftsbild der JWV, verdeutlicht die notwendige Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Soll der Vorarlberger Wirtschaftsraum langfristig gestärkt werden, ist gerade für uns Jungunternehmende eine hochwertige Kleinkindbetreuung essenziell. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Mitarbeitenden. Vorarlberg als Vorzeigeregion könnte damit bei der Personalsuche und der Ansprache von Fachkräften punkten. Wir Jungen brauchen mehr hochwertige und leistbare Kinderbetreuung sowie eine Erweiterung der Öffnungszeiten. Das muss vorangetrieben werden“, sagt Verena Eugster, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Vorarlberg.  

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