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Industrie und Gewerbe/Handwerk: Frühzeitiges Freitesten ermöglichen!

Absonderungen von Mitarbeiter:innen werden zu einem immer größeren Problem. Freitesten ab dem 5. Tag muss daher weiterhin möglich sein.

„Die Wirtschaft hat bisher alle COVID-Maßnahmen mitgetragen. Wir fordern jetzt aber einen raschen Übergang zu einem Leben mit COVID ohne besondere Einschränkungen“, erklärt Industrie-Spartenobmann Markus Comploj. Es brauche jetzt ein Umdenken der Strategie, zumal die Lage in den Krankenhäusern immer als entscheidender Gradmesser angesehen wurde.

Kritisch gesehen werden die zunehmenden Absonderungen von Mitarbeiter:innen ohne Symptome. Comploj: „Mehrere tausend Beschäftigte fehlen uns aktuell dadurch. Ein späteres Freitesten als nach dem 5. Tag bringt uns zusätzlich unter Druck.“ Er unterstütze daher die Kritik von WKV-Präsident Hans Peter Metzler, der dafür plädiert, die offensichtlichen organisatorischen Probleme und Verzögerungen beim Freitesten schnellstmöglich zu beheben. „Was spricht dagegen, das Freitesten auch an anderen Orten (Apotheke, betrieblich organisiert etc.) zu machen? Also die vorhandenen Kapazitäten zu bündeln? Manche Betriebe könnten ihre Mitarbeitende ab dem 5. Tag täglich testen, und jeder Tag, der weniger fehlt, hilft uns“, erklärt Spartenobmann Comploj.

Auch der Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, Bernhard Feigl, kritisiert die mangelnden Testkapazitäten und wünscht sich mehr Spielraum. „Selbst nach dem 8. Tag ist ein Ende der Absonderung nicht garantiert. Vieler Mitarbeiter:innen müssen aufgrund von Überlastungen des Systems bis zu 48 Stunden auf die behördlichen Ergebnisse warten.“ Daher sei der Vorschlag von Präsident Metzler richtig, alle PCR-Testungen – auch jene von Gurgeltests oder in Apotheken – als Freitestung anzuerkennen. Spartenobmann Feigl: „Wir sehen ein weiteres Sinken der Intensivbelegungen, daher müssen wir auch neue Schlüsse ziehen und den Mitarbeitern eine raschere Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglichen.“ Sollte Corona sich in Richtung einer „normalen“ Grippe entwickeln – was zu hoffen ist ­– müssten bisher bekannte Maßstäbe, so wie sie eben bei einer Grippe bisher auch gegolten haben, herangezogen werden.

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