Skifahren
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Grüner Pass: Kunden müssen Ski-Saisonkarten neu aktivieren

Mit dem 1. Februar 2022 hat die Bundesregierung die Gültigkeit des Grünen Passes neu geregelt. Dabei wird die Gültigkeit der ersten Impfserie (zwei Impfungen oder Genesung + eine Impfung) auf 180 Tage verkürzt. Die Ticketanbieter für Ski-Saisonkarten mussten daraufhin handeln. Nun müssen auch die Saisonkartenbesitzer:innen reagieren. Die Seilbahnbranche übt Kritik.

Ab dem ersten Februar gilt der Grüne Pass für 2G-Zutritte mit Zweitimpfung nur mehr sechs Monate. Um dieser gesetzlichen Vorgabe gerecht zu werden, reduzieren die Anbieter der Eintrittssysteme die Gültigkeit aller ausgegebenen Ski-Saisonkarten und Jahreskarten in der Nacht auf den 1. Februar 2022 um 90 Tage. Viele Saisonkartenbesitzer:innen müssen sich daher nun um die neuerliche Freischaltung kümmern und beispielsweise ein Booster-Zertifikat hochladen. Dabei sollte zunächst die beim Erwerb der Karte hinterlegte Laufzeit des Tickets überprüft werden. Wird dann die Laufzeit um 90 Tage verkürzt, fällt das unter Umständen mitten in die Skisaison, oder gar auf den
1. Februar. In allen diesen Fällen ist eine zweite Aktivierung mit einem neuen Zertifikat nötig. Das kann ab dem 1. Februar und dann jederzeit vor dem neuen Verfallsdatum erfolgen. Teilweise ist das Update schnell und einfach online möglich. Alle Anbieter für Ski-Saisonkarten stellen die nötigen Informationen auf ihren Webseiten bereit. 

Ein Beispiel: Sie haben am 15. September 2021 Ihre Zweitimpfung erhalten. Beim Kauf konnte Ihre Saisonkarte damit für 270 Tage, also bis 11. Juni 2022 freigeschaltet werden. Mit der neuen Regelung ist der Zutritt mit dieser Zweitimpfung nur mehr bis 14. März 2022 möglich. Das Ticketsystem reduziert diese Gültigkeit automatisch. Wenn Sie Ihr Ticket nach dem 14. März 2022 noch nutzen möchten, müssen Sie bis zu diesem Termin ein neues gültiges Zertifikat hochladen. 

Bereits seit Saisonbeginn leiden die heimischen Seilbahnunternehmen unter einer Wettbewerbsverzerrung. Dass das Skifahren in der Schweiz und in Italien ohne Impfung möglich ist, kostet die heimischen Betriebe rund 30 Prozent ihres Umsatzes. „Nun müssen wir die nächste Zeche zahlen, indem wir mitten in der Saison die Umstellung des Grünen Passes zu bewerkstelligen haben“ kritisiert Seilbahnen-Obmann Andreas Gapp: Denn auf den Kosten für die technische Umsetzung und einem großen Marketing- sowie Personalaufwand bleiben in dieser zweiten, sehr schlechten Saison wiederum die Betriebe sitzen. 

Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg

Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg vertritt die Interessen von 71 Mitgliedern und 32 Skigebieten. Vorarlbergweit sind 299 Bahnen und Lifte in Betrieb, die insgesamt rund 1.000 Pistenkilometer bedienen. Durchschnittlich sind über 1.000 Mitarbeitende und 20 Lehrlinge bei den Vorarlberger Seilbahnbetrieben beschäftigt. Jährlich erwirtschaften die Vorarlberger Seilbahnen einen Nettoumsatz aus Personenbeförderung von rund 150 Millionen Euro und reinvestieren im Schnitt 50 Millionen Euro.

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