© Mauche Daniel

Gastronomie schlittert in die nächste Krise

Selbstverständlich treffen die aktuellen drastischen Preissteigerungen – nicht nur in puncto Energie – auch die Gastronomie, die nun mit der nächsten Krise zu kämpfen hat. „Ob Versorgung mit Rohstoffen und Lebensmitteln, Energiekosten, die Personalsituation und vieles mehr – wir stehen schon wieder mit dem Rücken zur Wand“, sagt Mike P. Pansi, Obmann der Fachgruppe Gastronomie. Nun sind rasche Gespräche mit der Bundesregierung und dem Land nötig: Es braucht konkrete Abfederungen, denn es geht um die Existenz vieler Betriebe.

„Wenn die Menschen sich den Gastro-Besuch nicht mehr leisten können und die Branche nicht schnellstmöglich Unterstützung und Aussicht bekommt, dann war diese Krise für viele Betriebe wohl die letzte Krise“, betont Pansi. Die ohnehin durch die Corona-Pandemie schwer gebeutelten Betriebe haben sich noch nicht einmal erholt, da kommt der nächste Schlag: Massive Preissteigerungen in diversen Bereichen, Versorgungslücken und auch verhältnismäßig hohe Stromkosten in Vorarlberg zwingen die Betriebe in die Knie – von der ohnehin angespannten Fachkräftesituation in der personalintensiven Branche abgesehen. 

Branche reagiert und braucht Unterstützung

„Mit den bisherigen Preiserhöhungen werden wir nicht das Auslangen finden. Gleichzeitig ist es den Betrieben auch ein großes Anliegen, ihre Gäste durch die ungleich höhere wirtschaftliche Mehrbelastung nicht zu verlieren. Ich vertraue auf das breite Verständnis, weil wir alle die Folgen der Krise spüren und auch verstehen. Unter den Betrieben herrscht großes Interesse, verstärkt auf regionale Produkte zurückzugreifen, wenngleich das bisherige Angebot – sowohl in Bezug auf Menge als auch Auswahl – noch Luft nach oben hat. Schlussendlich obliegt es den Betrieben, inwiefern sich die Anpassungen in den Speisekarten zeigen werden. Ein erster wichtiger Schritt wäre die Wiedereinführung des ermäßigten Steuersatzes für Speisen und Getränke von fünf Prozent. Diese Maßnahme hat sich bereits während der Pandemie bewährt“, sagt Pansi. 

Außerdem müssen nun schnellstmöglich weitere konkrete Maßnahmen zur Abfederung erarbeitet werden. Dazu brauche es rasch Gespräche mit der Bundesregierung und dem Land, fordert der Obmann. Eine der großen Fragen werde dabei sicherlich sein, inwiefern das Land und die illwerke vkw die Betriebe unterstützen können und warum „unser eigener Strom im Land“ so teuer sein muss.

Weitere Newsmeldungen

Vorarlberger Kfz-Techniker: Dritter Platz beim Bundeslehrlingswettbewerb

Beim Bundeslehrlingswettbewerb der Kfz-Techniker Ende September im Burgenland konnte der Vorarlberger Rafael Martin (BG Fahrzeugtechnik & Service GmbH, Sonntag) sein fachliches Können und theoretisches Wissen eindrucksvoll unter Beweis stellen und sich den dritten Platz sichern.

7.10.2022
Mehr lesen

Lego Mindstorms: 97 Sets an Mittelschulen übergeben

Seit Herbst 2008 wird im Rahmen der Wif-zack-Initiative der Wirtschaftskammer Vorarlberg Lego Mindstorms im Schulbetrieb erfolgreich eingesetzt, um Chancen im Bereich der Technik-Ausbildung zu eröffnen. Vergangene Woche wurden den teilnehmenden Schulen weitere 97 Lego-Module vom Bildungssprecher der Industrie, Udo Filzmaier übergeben

7.10.2022
Mehr lesen

„sichtbar machen – sichtbar sein – sichtbar erfolgreicher“

Unter diesem Motto veranstaltete die Innung der Vorarlberger Modemacher:innen kürzlich eine digitale Modenschau in der Fabrik Klarenbrunn. Die daraus entstehende Kampagne ist ein weiterer Schritt, Vorarlbergs Modeschaffende und deren Kreationen der Öffentlichkeit vorzustellen.

6.10.2022
Mehr lesen
zurück zur News- & Meinungenübersicht