© Markus Gmeiner

Eintauchen in die Berufswelt

Die WKV ermöglicht ein virtuelles Lehrberufe-Schnuppern per VR-Brille – gerade in Zeiten der Pandemie ein wichtiges Tool in der Berufsberatung. Aber auch darüber hinaus eine spannende Möglichkeit für die Generation der Digital Natives. 

Die „Virtuelle Betriebsbesichtigung“ ist ein neues innovatives Tool, um Jugendliche für Lehrberufe zu begeistern. Die Idee zu dieser App entstand bereits 2019 aus einem von der Wirtschaftskammer Vorarlberg initiierten Projekt des Vereins „Lehre in Vorarlberg“. Eine erste Version konnte im selben Jahr im Zuge der i-Messe präsentiert werden. Im Rahmen der Bildungsoffensive der Wirtschaftskammer wird das virtuelle Schnuppern nun österreichweit realisiert. Die digitale Form der Berufsorientierung ist dabei auf zwei Arten möglich: Interessierte können entweder per Virtual-Reality-Brille (VR) oder über die Web-App berufe-vr.at auf dem Computer oder dem Smartphone in die Betriebe eintauchen.

„Mit dem virtuellen Schnuppern können Jugendliche vorab einen Einblick in verschiedenen Berufen bekommen und wissen vor dem Schnuppertag im Betrieb bereits, ob die eigene Vorstellung mit dem Berufsbild übereinstimmt“, erklärt Christoph Jenny, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) und führt aus: „Gerade in Zeiten der Pandemie, in der leider unsere Ausbildungsbotschafter nicht selbst in die Schulen gehen können, ist die virtuelle Begegnung mit einem Lehrling aus dem Wunschberuf sicherlich eine Bereicherung.“

Setzt man die Brille auf, findet man sich in einer Art Lobby wieder. Dort erwarten aktuell 21 Lehrlinge aus ganz Österreich und allen Branchen (Transport/Verkehr, Handwerk/Gewerbe, Handel, Banken/Versicherung, Industrie, Tourismus, Information/Consulting) den User. Nach einer kurzen Begrüßung begleitet man den Lehrling an den Arbeitsplatz. Die Videos mit 360 Grad Blick bieten einen Überblick über den Arbeitsplatz, Aufgaben, Umgebung, Tätigkeiten und Mitarbeiter/-innen. Ob Baustelle, Bank, Produktionshalle oder Küche: Die oder der Interessierte kann sich in der Arbeitsstätte umschauen und bekommt per Klick wichtige Fakten zum vorgestellten Lehrberuf. Währenddessen erzählt der Lehrling von seiner Tätigkeit und seinen Erfahrungen. Das Angebot an Lehrberufen, die so erkundet werden können, soll in der Zukunft rasch weiter ausgebaut werden. „Die App bietet zusätzlich die Möglichkeit, auch weniger bekannte Lehrberufe einer breiteren Masse auf innovative Weise zugänglich zu machen“, ergänzt WKV-Direktor Jenny. 

Die VR-Brillen können an den BIFO Standorten Bregenz, Dornbirn und Feldkirch nach Terminvereinbarung kostenlos ausprobiert werden. Zusätzlich werden diese bei Berufsberatungen und Messen, wie etwa der i-Messe, verwendet. Auch das AMS verfügt über die Möglichkeit virtuelle Betriebsbesuche anzubieten, künftig wollen zudem aha und das „dafür“ in Hohenems diese Technologie nutzen. Ziel wäre es, dass auch die Berufsorientierungslehrerinnen und -lehrer die App im Unterricht einsetzen.  

Trailervideos: vrme.eu/site/Teaser.zip
Web-App: wko.at/vbb oder über www.schule-trifft-wirtschaft.at

Weitere Newsmeldungen

Wirtschaftskammer unterstützt Modellregion für eine Gemeinsame Schule in Vorarlberg 

„Es stimmt uns positiv, dass endlich wieder Bewegung in die Sache kommt und die Politik bereit ist, die Frage einer Gemeinsamen Schule zu thematisieren. Die Idee eines regionalen Pilotprojektes für Vorarlberg von Schulandesrätin Schöbi-Fink befürworten wir sehr, denn sie entspricht unserer langjährigen Forderung“, erklärt WKV-Direktor Christoph Jenny.

2.2.2023
Mehr lesen

Checkliste als Chance für die benötigte Energiewende

Die von der Wirtschaftskammer Vorarlberg herausgegebene Checkliste „Energieeffizienz – Tipps für Unternehmen“ dient als praxisnaher Leitfaden zur Unterstützung von Umsetzungsmaßnahmen in Vorarlberger Unternehmen - um energieeffizienter und damit zukunftssicher zu werden.

31.1.2023
Mehr lesen

Industrie-Konjunktur: Aufschwung lässt auf sich warten

Fazit der aktuellen Konjunkturumfrage für das 4. Quartal 2022: Die Stimmung in der Vorarlberger Industrie ist weiter getrübt – die Ergebnisse in den einzelnen Branchen sind aber uneinheitlich. Der Geschäftsklima-Index – das ist der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten - ist leicht gestiegen, von zuletzt -10,4 auf +0,2 Prozentpunkte.

30.1.2023
Mehr lesen
zurück zur News- & Meinungenübersicht