Präsident Hans Peter Metzler
© Frederick Sams

Die Wirtschaft braucht rasche finanzielle Hilfe und sofortige Unterstützung bei Liquidität

„Wirtschaftshilfen müssen jetzt rasch wirken und die Liquidität der Betriebe hat oberste Priorität. Bei den Unterstützungsmaßnahmen sollten die Behörden den betroffenen Unternehmen Vertrauen schenken, statt zu misstrauen: Nicht Compliance steht im Vordergrund, sondern die dringende Absicherung von Arbeitsplätzen. Monatelanges Warten auf Richtlinien und bürokratische Abwicklungsfragen können wir uns jetzt nicht leisten“, sagt Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

„Mit der Entscheidung zum bundesweiten Lockdown wurden auch Entscheidungen zur Zukunft tausender Betriebe gefällt. Die Wirtschaft trägt Maßnahmen mit, die zur Überwindung der Pandemie beitragen, braucht aber auch entsprechende Unterstützung und Wirtschaftshilfen. Von Seiten des Finanzministers wurden diese zugesichert, die Wirtschaft verlässt sich auch darauf“, betont WKV-Präsident Hans Peter Metzler. Bei allem Verständnis für Maßnahmen, die uns aus der Pandemie helfen, braucht es nun für die Wirtschaft klare und verlässliche Strukturen: Die angekündigten Maßnahmen im Rahmen des Lockdowns – und selbstverständlich darüber hinaus – müssen praktikabel sein, die Planbarkeit für Betriebe und ein vorausschauendes Handeln sind jetzt ebenso das Gebot der Stunde. „Dass rasch wirkende Wirtschaftshilfen alternativlos sind, liegt auf der Hand. Die Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft haben sich bereits bewährt und müssen erneut zum Einsatz gebracht werden“, fordert der WKV-Präsident. 

Vollbremsung

„Denn was wir jetzt mit dem bevorstehenden Lockdown hinlegen müssen ist eine Vollbremsung für die heimischen Betriebe und all ihre Beschäftigten“, führt Metzler aus. Daher sei es wichtig, dass die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung so gestaltet sind, dass Planbarkeit besteht, dass Lieferketten funktionieren und es zu keinen Einschränkungen in der Produktion und der Versorgung der Bevölkerung kommt. Auch die Impfung bleibe weiterhin das wirksamste Instrument zur Pandemiebekämpfung. Die Wirtschaft begrüßt daher auch Maßnahmen, Anreize und Aufklärungsarbeit, welche wirksam zur Erhöhung der Impfquote beitragen.

Weitere Newsmeldungen

Wirtschaftskammer unterstützt Modellregion für eine Gemeinsame Schule in Vorarlberg 

„Es stimmt uns positiv, dass endlich wieder Bewegung in die Sache kommt und die Politik bereit ist, die Frage einer Gemeinsamen Schule zu thematisieren. Die Idee eines regionalen Pilotprojektes für Vorarlberg von Schulandesrätin Schöbi-Fink befürworten wir sehr, denn sie entspricht unserer langjährigen Forderung“, erklärt WKV-Direktor Christoph Jenny.

2.2.2023
Mehr lesen

Checkliste als Chance für die benötigte Energiewende

Die von der Wirtschaftskammer Vorarlberg herausgegebene Checkliste „Energieeffizienz – Tipps für Unternehmen“ dient als praxisnaher Leitfaden zur Unterstützung von Umsetzungsmaßnahmen in Vorarlberger Unternehmen - um energieeffizienter und damit zukunftssicher zu werden.

31.1.2023
Mehr lesen

Industrie-Konjunktur: Aufschwung lässt auf sich warten

Fazit der aktuellen Konjunkturumfrage für das 4. Quartal 2022: Die Stimmung in der Vorarlberger Industrie ist weiter getrübt – die Ergebnisse in den einzelnen Branchen sind aber uneinheitlich. Der Geschäftsklima-Index – das ist der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten - ist leicht gestiegen, von zuletzt -10,4 auf +0,2 Prozentpunkte.

30.1.2023
Mehr lesen
zurück zur News- & Meinungenübersicht