Konjunktur im Gewerbe und Handwerk
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Die Lehre ist ein Türöffner für Job und Karriere

Zahlreiche Maßnahmen und hohe Investitionen für die Fachkräfteausbildung in Vorarlberg

Mit den Medaillengewinnen bei den Euroskills in Graz wurde ein erneuter eindrucksvoller Beleg für die hohe Qualität der Lehrlingsausbildung in Vorarlberg geliefert. Zu dem Erfolg tragen motivierte Lehrlinge sowie engagierte Ausbildungsbetriebe, gut ausgestattete Berufsschulen und die Unterstützung durch Politik und Sozialpartner bei, betonte Landeshauptmann Markus Wallner im Pressefoyer am Dienstag, 5. Oktober. Gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Marco Tittler, Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler und dem Ausbildungsleiter der Firma Blum, Dieter Hämmerle, präsentierte er die vielfältigen Maßnahmen und Projekte für die Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Das Land werde seine Investitionen dafür weiter hochhalten, so Wallner.

„Die Fachkräftefrage ist ganz entscheidend für den künftigen Erfolg Vorarlbergs als Produktions- und Wirtschaftsstandort. In der Lehre sind wir an der Weltspitze dabei, hier müssen wir weiter ansetzen“, sagte der Landeshauptmann und verwies auf den positiven Trend am Arbeitsmarkt. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen ist im Jahresabstand um 19 Prozent zurückgegangen, derzeit stehen 200 Lehrstellensuchenden fast 700 offene Lehrstellen gegenüber. „Wir können jedem und jeder Jugendlichen, der bzw. die einen Job sucht, sofort ein Angebot machen“, so Wallner.

 Aktuelle Themen und Entwicklungen wie Klimazukunft und Digitalisierung erfordern Anpassungen in der Lehre und lassen neue Lehrberufe entstehen, wie etwa E-Commerce-Kaufmann/-frau oder Fahrradmechatroniker/in. Darüber hinaus äußerte Wallner einmal mehr die Vorarlberger Forderung nach Einführung einer Pflegelehre: „Die Lehrausbildung ist in der Wirtschaft ein Erfolgsmodell. Warum sollte das in der Pflege anders sein?“

Für Wirtschaftslandesrat Tittler hat das Modell der dualen Ausbildung maßgeblichen Anteil daran, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Vorarlberg im Vergleich zu anderen Regionen stets sehr gering war und ist. Er hob die vielfältigen Chancen hervor, die eine Lehre eröffnet. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten sei es, die jungen Menschen in ihrer Berufswahl bestmöglich zu unterstützen, damit sie ihr Potenzial voll entfalten können, betonte Tittler. Dafür gibt es das Onlineportal www.lehre-vorarlberg.at sowie Ausbildungsbotschafter und Lehrlingsmessen. 

Als zentrale Koordinationsstelle für die inhaltliche Weiterentwicklung der dualen Ausbidung in Vorarlberg fungiert im Auftrag von Land und Sozialpartnern der Verein „Lehre in Vorarlberg“. Für WK-Präsident Metzler ein zentrales Thema: „Die Lehre, wie wir sie in Vorarlberg leben, ist dynamisch, wie sie sich an den Bedürfnissen der Arbeitswelt orientiert. Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und die Lehre weiter als chancenreichen Ausbildungsweg bei Jugendlichen und ihren Eltern zu positionieren, müssen alle an einem Strang ziehen.“ Die innovative Wirtschaft brauche neben akademisch gebildeten Fachkräften auch jene, die mit ihren Händen etwas schaffen wollen, deshalb hat die Lehre Zukunft, so Metzler.

Auch Blum-Ausbildungsleiter Hämmerle unterstrich die Stärke des Vorarlberger Lehrlingsmodells. „Die duale Ausbildung kann auf wirtschaftliche Entwicklungen und Erfordernisse rasch reagieren“, sagte er.


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