© iStock.com/Sabine Hortebusch

„Die Krise zeigt, wie wichtig Vernetzung ist.“

Auf Initiative von Wirtschaftskammerpräsident Hans-Peter Metzler fand am Samstag (11. Juni) ein Treffen der Allgäuer Landräte Maria-Rita Zinnecker (Ostallgäu), Indra Baier-Müller (Ostallgäu), Elmar Stegmann (Lindau) und dem Vorarlberger Wirtschaftslandesrat Marco Tittler sowie dem Bürgermeister Andi Haid (Kleinwalsertal) statt.

Die Vertreter repräsentieren den Lebensraum, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger aus Vorarlberg und dem Allgäu bewegen – ganz unabhängig von Grenzen. Treffpunkt war das Kleinwalsertal, das Symbol für dieses Bewegen ohne Blick auf Grenzen ist. 

Bürgermeister Andi Haid erinnerte an die Bedeutung der kurzen Wege in der Krise. „Eben diese kurzen Wege gilt es herzustellen. Das geht nur, wenn man sich kennt“, erklärt Hans-Peter Metzler und ergänzt: „Der Lebens- und Wirtschaftsraum zeigt, welche Kraft er hat – und diese entsteht nur durch Zusammenarbeit.“ Wie sehr die Pandemie den gemeinsamen Lebensraum beeinträchtigte, zeigte sich an den geschlossenen Grenzen in der Krise. „Bisher waren grenzüberschreitenden Projekte selbstverständlich. Das muss wieder so werden. Private dürfen nicht darunter leiden“, bringt es Rita Maria Zinnecker, Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, auf den Punkt. „Auch die neue Euregio Förderperiode ist hier eine Chance für die Zukunft, die man nutzen muss“, konkretisiert Indra-Baier-Müller, die auch Präsidentin der Euregio-via-salina ist. Die beiden Geschäftsführer der Allgäu GmbH, Klaus Fischer und Bernhard Joachim ergänzten das Treffen und verwiesen auf bereits bestehende grenzüberschreitende Projekte als auch zukünftig geplante. Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt es viele: Sie reichen von Mobilität über Kultur, Wirtschaft, Bildung bis zur Ökologie. „Dabei spielt Qualität die wesentliche Rolle, auf die man setzen muss“, beschreibt Elmar Stegmann die Richtung.

Wirtschaftslandesrat Marco Tittler stellte einen globalen Bezug her: „Diese Themen kennen keine Grenzen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Probleme und Herausforderungen werden regionale Antworten immer wichtiger. Gerade in herausfordernden Zeiten sind der Austausch und Kontakt mit den Nachbarn in der Region also besonders wichtig. Ich danke deshalb Präsident Metzler für die Initiative zum Treffen, bei dem wir wertvolle Erkenntnisse austauschen und für die Region relevante Themen diskutierten konnten.“ 

Hans Peter Metzler zeigte sich erfreut über die gemeinsamen Ziele, welche im Treffen andiskutiert wurden. „Ich freue mich, den Grundstein einer noch intensiveren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gelegt zu haben. Den Menschen geht es wie der Wirtschaft – die Region ist nicht teilbar. Gerne werde ich hier zu einem weiteren Treffen einladen“, blickt Hans Peter Metzler in die Zukunft.

Weitere Newsmeldungen

Andreas Gapp

Der 3-G-Winter kann kommen – gewohnt und doch neu

Die Verordnung für die kommende Wintersaison ist da und damit die Gewissheit: Die 3-G-Regelung, die mittlerweile zum gewohnten Alltag gehört, wird nun auch erstmals Einzug in die Skigebiete halten. Das wird nicht zuletzt auch von den Gästen selbst erwartet, die nach entsprechender Sicherheit verlangen. Und obwohl sich die Seilbahnwirtschaft einig ist, dass manche Details praktikabler gestaltet sein könnten, ist man in erster Linie froh, endlich Klarheit zu haben und entsprechend planen zu können. 

22.10.2021
Mehr lesen
Wertschöpfungsstudie Tourismus Vorarlberg

Tourismus mit 3,8 Mrd. Euro Regionalprodukt unverzichtbar für die Vorarlberger Wirtschaft

Mit rund 3,8 Mrd. Euro Bruttoregionalprodukt im Tourismusjahr 2018/19 hat die Vorarlberger Tourismuswirtschaft - bis zum Einbruch aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 - zu etwa 20 Prozent zur Wertschöpfung des Landes beigetragen. 85 Prozent dieses Gesamteffektes fielen direkt in Vorarlberg an und rund 31.000 Vollzeitarbeitsplätze* waren regional mit dieser Wirtschaftsleistung verbunden. Im selben Zeitraum wurden vom Tourismus 1,513 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben erbracht. Die vorliegende Studie wurde unter Leitung von Dr. Friedrich Schneider von der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) im Rahmen des Prozesses zur Entwicklung der Tourismusstrategie 2030 erstellt. 

22.10.2021
Mehr lesen
MINT

Beste Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche

Vor zwei Jahren haben Land und Wirtschaftskammer Vorarlberg sowie Bildungsdirektion und BIFO gemeinsam die MINT-Strategie Vorarlberg (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) auf den Weg gebracht, um junge Menschen verstärkt für diese Fächer zu begeistern. Jährlich stattfindende MINT-Festivals dienen der Standortbestimmung. Dabei werden aktuelle Projekte und Angebote vorgestellt und Organisationen vernetzt. Das 2. MINT-Festival am Donnerstag, 21. Oktober 2021 fand – wie schon die Premiere im letzten Jahr – in virtueller Form statt. Andrea Huber, MINT Koordinatorin im BIFO, hat wieder Gäste aus Politik, Wirtschaft, Schulen und Elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen sowie Museen und aus den MINT-Regionen eingeladen, um gemeinsam über Stand und weitere Umsetzung der MINT-Strategie zu informieren und zu beraten.

21.10.2021
Mehr lesen