LKW auf Autobahn
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Berufsinfotag „Berufskraftfahrer:in“: Spannender Blick hinter die Kulissen

Vergangenen Samstag gab es spannende Einblicke in die Welt der Berufskraftfahrer:innen: In vier Vorarlberger Transportunternehmen wurden im Rahmen des Berufsinfotages „Berufskraftfahrer:in“ die zahlreichen Details und Fragen rund um den Beruf erklärt. „Trotz bevorstehendem Lockdown informierten sich zahlreiche Jugendliche und wir konnten interessierten jungen Menschen eindrucksvoll zeigen, dass sie mit der Ausbildung Berufskraftfahrer:in auf einen zukunftssicheren und abwechslungsreichen Job bauen können“, resümiert Michael Zimmermann, Spartenobmann Transport und Verkehr.

Gerade im Hinblick auf den derzeitigen Fahrermangel in Vorarlberg seien Informationsveranstaltungen wie der Berufsinfotag eine gute Möglichkeit, um jungen Menschen die Attraktivität und Zukunftssicherheit des Berufs aufzuzeigen. Vom Umgang mit Staplern über das Wissen modernster Telematik bis hin zum Lenken schwerer Lastkraftwagen – die Ausbildung als Berufskraftfahrer:in ist vielfältig und spannend. Gerade technikaffine junge Menschen sind bei dieser modernen Arbeit mit hoher Eigenverantwortung gut aufgehoben. Hier geht es eben nicht „nur“ um das Fahren eines modernen Lkw, sondern auch um die Digitalisierung ganzer Prozesse, die Vernetzung der Logistik, Mechatronik oder das Bedienen moderner Telematiksysteme. Auch die Strecken- und Terminplanung oder das Ausfertigen der erforderlichen Transport- und Zollpapiere zählen zu den Anforderungen im Berufsalltag der Berufskraftfahrer:innen 

„Aktuell stehen in Vorarlberg rund 500 Lastkraftwagen still, weil uns die Fahrer:innen fehlen. Eine Zahl, die sich aufgrund anstehender Pensionierungen noch erhöhen wird. Wer sich für einen zukunftssicheren Job interessiert, ist mit dieser Lehre bestens beraten – denn der Güterverkehr wächst Jahr für Jahr und mit ihm die Nachfrage nach bestens ausgebildeten Berufskraftfahrer:innen“, betont Zimmermann, der auch Fachgruppenobmann des Vorarlberger Güterbeförderungsgewerbes ist. 

Viele Fragen – viele Fakten

Bei Bischof Transport in Feldkirch, JCL in Feldkirch, der Mohrenbrauerei in Dornbirn und bei Scheffknecht Transporte in Lustenau wurden den interessierten Besucher:innen zahlreiche Details des Berufs erklärt und die unterschiedlichen Ausbildungsabteilungen vorgestellt. Besonders freut die teilnehmenden Betriebe, dass sich auch junge Frauen für diese Ausbildung interessieren: „Dass dieses Berufsbild nun auch bei Frauen angekommen ist, freut mich sehr und zeigt sich auch daran, dass Mädchen am Berufsinfotag teilgenommen und sich detailliert informiert haben“, sagt Barbara Scheffknecht von Scheffknecht Transporte in Lustenau. „Zwar kamen nicht so viele Besucher:innen wie wir uns erwünscht haben, aber das ist sicher auch der Coronasituation geschuldet. Aber die jungen Menschen, die vor Ort waren, zeigten auch ein sehr großes Interesse und brachten viel Zeit mit, um sich zu informieren“, ergänzt Alexander Geier, Logistikleiter bei der Mohrenbrauerei in Dornbirn. Im Fokus standen Fragen wie „Wie lange dauert die Lehre?“ oder „Wie steht es um den Verdienst?“, „Wo muss ich in die Berufschule?“ oder „Welche Wege stehen mir nach der Lehre offen?“. 

Factbox

Für den Start in die Lehre als Berufskraftfahrer:in muss die neunjährige Pflichtschule abgeschlossen sein. Die Lehre zum/zur Berufskraftfahrer:in dauert drei Jahre, die Blockschule findet in Mattighofen statt. Im Rotationssystem lernen die Lehrlinge alle Arbeitsabläufe kennen: die Werkstatt, das Logistiklager und das Büro stehen genauso auf dem Programm wie der Beifahrersitz und die Führerscheinprüfung. Besonders attraktiv dabei: die kompletten Führerscheinkosten werden vom Ausbildungsbetrieb selbstverständlich übernommen. Zudem bietet sich die Möglichkeit einer vierjährigen Doppellehre sowie die Ausbildungsschiene Lehre mit Matura an. Die Lehrlingsentschädigung liegt zwischen 689,15 Euro im ersten Lehrjahr und 1.293, 91 Euro im dritten Lehrjahr bzw. 1476,75 Euro im vierten Lehrjahr bei einer Doppellehre.


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