Präsident Hans Peter Metzler
© Mauche Daniel

3G am Arbeitsplatz muss bleiben - Wirtschaft braucht entsprechende Unterstützung

Mit den von der Bundesregierung verschärften Maßnahmen gehen auch für die Betriebe große Herausforderungen einher. „Die Eindämmung des Infektionsgeschehens hat selbstverständlich oberste Priorität, doch die Verschärfungen wirken sich massiv auf die Wirtschaft aus. Wir brauchen daher entsprechende Wirtschaftshilfen und unterstützende Maßnahmen“, fordert WKV-Präsident Hans Peter Metzler. Ohne entsprechende PCR-Testinfrastruktur müsse die 3G-Regelung am Arbeitsplatz bestehen bleiben.

Die Eindämmung des Infektionsgeschehens habe angesichts der aktuellen Entwicklungen oberste Priorität, betont Metzler: „Die Wirtschaft trägt sinnvolle Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Lage beitragen, auch nach Kräften mit, aber mit Verschärfungen müssen auch entsprechende Wirtschaftshilfen für alle betroffenen Branchen einhergehen. Damit wir sicher durch den herausfordernden Winter kommen, müssen die politisch Verantwortlichen jetzt klare und transparente Entscheidungen treffen, die sowohl den Betrieben als auch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit und Planbarkeit geben. Denn die Pandemiebekämpfung darf nicht auf dem Rücken der Betriebe und Beschäftigten ausgetragen werden.“

„Auch wenn es vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Entwicklung zu befürchten war, trifft uns etwa die Reisewarnung aus Deutschland nach dem kompletten Ausfall der letzten Wintersaison massiv. Besonders dramatische Auswirkungen habe die Reisewarnung natürlich für die Betriebe in den westlichen Bundesländern, wo der Anteil ausländischer Nächtigungen bei 80 Prozent bis teilweise über 90 Prozent liege. Zusätzliche Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für die Branche müssen die logische Folge sein. Das gelte auch für die Branchen, die durch einen Lockdown für Ungeimpfte empfindliche Einbußen zu erwarten haben.

Weiters brauche es dringend noch mehr positive Anreize für die Impfung sowie eine zielgruppenspezifische Werbung für das Impfen.

Metzler fordert die Beibehaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz bis das PCR-Testangebot rasch flächendeckend, niederschwellig und hochwertig ausgebaut ist. Alles andere wäre fahrlässig. Die Bundesregierung wäre gut beraten, das aktuelle Chaos schnellstmöglich zu beseitigen. „Die Regierung hat es verabsäumt, trotz Warnungen präventive Maßnahmen vor dem Sommer zu setzen, die Leidtragenden sind jetzt die Menschen und die Wirtschaft“, kritisiert WKV-Präsident Metzler. Die aktuellen Maßnahmen würden zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft führen.

„Die Wirtschaft hat sich seit Beginn der Pandemie um praktikable Lösungen auf allen Ebenen eingesetzt und auch – durch Großteils freiwillige Bemühungen – einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geleistet. Das ist keinesfalls selbstverständlich, sondern liegt an der großen Verantwortung, die die Betriebe gegenüber ihren Mitarbeitenden wie auch der Allgemeinheit tragen“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

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