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274 Betriebsübernahmen im vergangenen Jahr

2021 wurden 274 Betriebe in Vorarlberg übergeben. Das ist ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber 2020. Seit 2015 wurden in Vorarlberg insgesamt 1.850 Unternehmen übergeben bzw. übernommen. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg setzt in dieser komplexen Thematik zahlreiche Akzente durch Sensibilisierung, Informations- und Beratungsservice sowie durch ein großes Expert:innennetzwerk.

Österreichweit gab es im Jahr 2021 6.580 Übernahmen. Die meisten davon fanden 2021 mit 28 Prozent im Bereich Gewerbe und Handwerk statt, gefolgt vom Handel (24 Prozent) und der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft (23 Prozent). Nach Fachgruppen erweist sich die Gastronomie auch im Jahr 2021 als am „übernahmestärksten“, wenngleich nicht im selben Ausmaß wie in den Vorjahren. 

Übernahmen müssen attraktiv bleiben

Ein Unternehmen mit gutem Kundenstock, erfahrenen Mitarbeitenden, ein bewährtes Geschäftsmodell – in fast allen Branchen sind dies Erfolgsfaktoren, die eindeutig für eine Betriebsübernahme sprechen. Doch selbst wenn geeignete Nachfolger:innen innerhalb oder außerhalb der Familie bereitstehen, sind zahlreiche Themen und Herausforderungen abzuklären. Von der Kaufpreisfindung über Finanzierungsfragen, steuer-, gesellschafts-, zivil- und erbrechtlichen Themen bis hin zur Mediation können verschiedene Lösungsansätze erforderlich sein. Dies sind unter anderem die Faktoren einer erfolgreichen „Übergabe“ oder „Übernahme“. Wie die Erfolgschancen solcher Übertragungen stehen, hängt – wie auch bei einer Neugründung – also von den richtigen Rahmenbedingungen ab. 

Vielfältige Angebote

„Wenn Firmenübergaben scheitern oder keine Nachfolger:innen gefunden werden, gehen nicht nur Lebenswerke und unersetzliche Erfahrung und Know-how für den Wirtschaftsstandort verloren. Es stehen auch sichere Arbeitsplätze auf dem Spiel“, sagt Heike Böhler-Thurnher, Leiterin des Gründerservice in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Ziel des vielfältigen Angebots des Gründerservice sei daher, die notwendigen Kompetenzen für den Ablauf einer Nachfolge zusammenzuführen. „Eine Betriebsnachfolge schafft aus volkswirtschaftlicher Sicht einen großen gesellschaftlichen Mehrwert. Mit dem gegenseitigen Nutzen von Know-how in einem Netzwerk, der Kooperation bei Veranstaltungen wie etwa dem Nachfolge-Frühstück oder dem Nachfolgesprechtag soll es gelingen, für das Thema Nachfolge entsprechend zu sensibilisieren und Bewusstsein für eine frühzeitige Beschäftigung mit der Nachfolgeregelung zu schaffen“, führt Böhler-Thurnher aus.

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