Gastronomie Geschlossen
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1-G-Regelung führt zu Betriebsschließungen

Für viele Gastronomiebetriebe käme die 1-G-Regelung einem Lockdown gleich, denn diese könnten nicht mehr kostendeckend geführt werden und müssten faktisch den Betrieb einstellen. Statt über weitere Verschärfungen sollte über positive Anreize zur Impfung nachgedacht werden.

Die aktuellen Diskussionen rund um eine 1G-Regel für Gastronomiebetriebe führt in der Branche zu Irritationen. „Die stark von der Pandemie betroffenen Unternehmen stehen ohnehin unter mehrfachem Druck, sie brauchen jetzt keine Verschärfungen, sondern es braucht dringend Anreize, um die Impfquote zu erhöhen,“ betont Mike P. Pansi, Obmann der Gastronomie, und führt aus: „Unsere Betriebe haben vom ersten Tag an ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurden Präventions- und Hygienekonzepte umgesetzt und Mitarbeitende entsprechend geschult. Wir unterstützen die Maßnahmen nun bereits seit 18 Monaten. Es kann nicht sein, dass die Branche mit den intensivsten Bemühungen in der Pandemiebekämpfung nun wieder zum Sündenbock gemacht werden soll.“
Sollte ab Oktober die 1-G-Regelung kommen, brächte diese das Geschäft weitgehend zum Erliegen. Vorarlbergs Gastronomen rechnen, je nach Betriebstyp, mit Umsatzeinbußen von bis zu 80 Prozent. „Unter diesen Voraussetzungen ist es kaum mehr möglich, kostendeckend zu wirtschaften. Ein großer Teil der Lokale, vor allem in der Nacht- und Eventgastronomie, müsste wieder schließen. Für manche wäre es sogar der Todesstoß“, warnt Pansi und ergänzt: „Die Einschränkungen der vergangenen 1,5 Jahre waren zermürbend.“

Schwerwiegende Folgen
Sollten die Gastronomiebetriebe nicht mehr wirtschaftlich geführt werden können, müssen diese wieder schließen, das hätte zur Folge, dass Mitarbeitende gekündigt oder bestenfalls erneut in Kurzarbeit geschickt werden müssten. Das hätte schwerwiegende und langfristige Auswirkungen auf den ohnehin bestehenden Fachkräftemangel in der Gastronomie. „Es war bereits vor der Pandemie schwer, Mitarbeitende zu finden. Durch die langen Lockdowns sind viele Mitarbeiter in andere Branche gewechselt oder sehen die Zukunft in der Gastronomie nach wie vor sehr unsicher“, sagt Obmann-Stv. Stefan Köb. 

3-G-Regel funktioniert
Dass die 3-G-Regel als Zutrittsbeschränkung ausreichend und sicher ist, zeigen Großveranstaltungen, wie etwa die Bregenzer Festspiele oder das Szene-Open-Air in Lustenau. Auf letzterem haben an drei Tagen 21.000 Besucher gemeinsam unter Einhaltung der 3-G-Regel Konzerte besucht und gefeiert. Das Ergebnis: zwei Corona-Infektionen und selbst bei diesen ist nicht gesichert, dass sie sich auf dem Festival angesteckt haben. Auch in der Gastronomie ist man um zusätzliche Sicherheit bemüht. „Viele Betriebe haben zusätzliche Türsteher eingestellt, die die Einhaltung der 2- bzw. 3-G-Regel kontrollieren, ein Besuch in Vorarlbergs Gastronomie ist sicher“, sagt Köb und stellt klar: „Sollte die 1-G-Regelung kommen, verlagert sich das Geschehen wieder in den privaten Bereich und dort spielen Präventionsmaßnahmen, wie 3G-Nachweise und Präventionskonzepte, überhaupt keine Rolle.“

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