© Alexandra Serra

#vorarlbergspartenergie – der Tourismus geht voraus

Energie einsparen ist das Gebot der Stunde. Die heimische Tourismuswirtschaft geht mit gutem Beispiel voran und empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen, um im eigenen Wirkungsbereich zum Energiesparen beizutragen. Das Motto dabei lautet „Vernunft anstatt Verbote“, führt der Landesrat an. Die Energiesparkampagne der Bundesregierung, elf Prozent an Strom zu sparen, wird breit unterstützt, informierten Markus Kegele, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Heike Ladurner-Strolz, Vizepräsidentin und Landesvorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung sowie die Fachgruppenobleute Andreas Gapp (Seilbahnen) und Mike Pansi (Gastronomie) in der Wirtschaftskammer Vorarlberg beim Pressegespräch am Montag.

 „Jede eingesparte Kilowattstunde Strom oder Gas die nicht aufgebracht werden muss, hilft Energieengpässe zu vermeiden“, betonte Gantner. Die Vorarlberger Tourismusbranche geht mit gutem Beispiel voran und empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen, um im eigenen Wirkungsbereich zum Energiesparen beizutragen. Dabei handle es sich um Vorschläge, führt der Landesrat aus: „Es ist wichtig vernünftige Möglichkeiten zu finden, anstatt Verbote auszusprechen – denn jeder Betrieb ist individuell.“ Der Wintertourismus habe lange Erfahrung mit Energieeinsparung, so Gantner: Der Energieverbrauch pro Nächtigung ist im Zeitraum von 2008 bis 2019 um 54 Prozent auf 8,4 kwh gesunken. Weiters betonte der Landesrat, dass der Gast bei uns nicht nur einen unvergesslichen Urlaub verbringen kann, sondern er durch die Energiespar-Initavie auch weiß, dass er dies mit gutem Gewissen tun kann.

„Für uns ist Energiesparen bereits seit langem eine betriebswirtschaftliche und klimaschützende Notwendigkeit. Wir optimieren seit Jahren unseren Energieverbrauch“, erklärte Tourismus-Spartengeschäftsobmann Markus Kegele. Energieeinsparung müsse nicht unbedingt mit Verlust an Komfort oder mit hohen Kosten verbunden sein, so Kegele. Seit Jahren werden in der Küche energieeffiziente Faktoren berücksichtigt, der Gast auf die Weiterverwendung von Handtüchern hingewiesen oder etwa der Verzicht auf eine tägliche Zimmerreinigung, sprich eine Umstellung von Reinigungsintervallen, angeboten.

„Jetzt ist Haltung gefragt, auch wir in der Gastronomie zeigen, was an Einsparungen noch möglich ist und gehen mit gutem Beispiel voran. Eine effizientere Beleuchtung innen wie außen, eine ständige Überprüfung der Energiefresser wie etwa Kühlräume oder Zeitsteuerungen bei Lüftungen sind nur ein paar Beispiele, denen vermehrt Augenmerk geschenkt werden muss. Wir unterstützen unsere Mitglieder konkret mit Checklisten und Beratungsleistungen“, betonte der Fachgruppenobmann der Vorarlberger Gastronomie Mike Pansi.

Für Heike Ladurner-Strolz, Gastgeberin im Hotel Zimba in Schruns und Landesvorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung in Vorarlberg, hat nachhaltiges Wirtschaften hohe Priorität: „Wir brauchen keine Einschränkungen, Verbote oder Regelungen, damit Vorarlbergs GastgeberInnen weiter machen, was sie schon immer tun: nachhaltig wirtschaften.“ 

Seilbahnwirtschaft unterstützt „Mission 11"
Das erklärte Ziel von „Mission 11“, der Energiesparkampagne der Bundesregierung, ist elf Prozent an Strom zu sparen. Die Vorarlberger Seilbahnen nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und zeigen sich solidarisch: Die Vorarlberger Seilbahnen erarbeiteten für die kommende Wintersaison ein Maßnahmenpaket, um ihren Beitrag zur „Mission 11“ leisten zu können: „Wenn wir die elf Prozent Stromeinsparung und damit die Versorgungssicherheit erreichen möchten, müssen alle in der Gesellschaft ihren Teil dazu beitragen. Auch die Bergbahnbetriebe sehen sich hier in der Verantwortung. So konnten wir Maßnahmen erarbeiten, die der Gast kaum spüren wird, und die trotzdem effizient sind“, erklärte Andreas Gapp, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen und gibt in weiterer Folge einen ersten Überblick über das geplante Maßnahmenpaket: „Ein großes Thema wird im kommenden Winter die dynamische Fahrgeschwindigkeit sein. Wenn wir die Fahrgeschwindigkeit um einen Meter pro Sekunde reduzieren, kann 15 Prozent Energie eingespart werden. Auch die Förderleistung – sprich die Anzahl der Gondeln, Sessel und Bügel – werden wir im kommenden Winter dynamisch anpassen. Zusätzlich werden wir bei der Sitzheizung und der Beheizung der Skidepots sparen“, so Gapp. Weitere Einsparpotenziale der Seilbahnen betreffen die Garagierung – also das Fahren der Gondeln und Sesseln nach Betriebsschluss in die Talstationen – sowie eine Verkürzung der Betriebszeiten.

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