© MEDIArt Photographie/Andreas Uher

1. Vorarlberger Tourismuswoche – Menschen für den Tourismus begeistern

Von 10. bis 16. Oktober 2022 steht Vorarlberg ganz im Zeichen des touristischen Arbeitsplatzes. Gemeinsam starke Signale zur Beschäftigung im Tourismus setzen.

Mit Stand Juli 2022 arbeiten 12.800 Personen (unselbstständig Beschäftigte) im Vorarlberger Tourismus, das entspricht einer Zunahme von 604 Personen gegenüber Juli 2021 und bedeutet mehr Beschäftigte als in der Vor-Corona-Zeit. Offene Stellen sind derzeit 777 gemeldet. Am Winterhöhepunkt (13.600) benötigen Vorarlbergs Tourismusbetriebe jedoch rund 1.000 Mitarbeitende mehr als zur Hochsaison im Sommer. Die Schwankungsbereite über das ganze Jahr beträgt über 5.000 Personen, die zu Spitzenzeiten mehr gebraucht werden. Covid19 und die Folgen der Krise haben den Mitarbeiter:innenmangel in Hotellerie, Gastronomie und Tourismus weiter verschärft. Die aktuelle Situation bereitet vielen Betrieben und Gastgeber:innen große Sorgen, zahlreiche Stellen im Tourismus sind unbesetzt. Folge: Gastronomiebetriebe passen ihre Öffnungszeiten an oder müssen Leistungen etwa in Form von kleineren Speisekarten herunterfahren. „Wir stellen den Menschen komplett in den Mittelpunkt und wappnen uns als herausragende Arbeitgeberbranche. Wir geben unserer Branche eine Plattform, bei der die Weiterentwicklung, der gemeinsame Austausch und die zukünftige Zusammenarbeit im Fokus stehen“, betont Tourismusspartenobmann Markus Kegele angesichts der heute beginnenden 1. Vorarlberger Tourismuswoche. 

Mit neuen Maßnahmen sollen gezielt Menschen für den touristischen Arbeitsplatz gewonnen werden. Im Fokus stehen die Themen Ausbildung und Weiterbildung, die Qualität des Arbeitsplatzes Tourismus, das Image der Branche insgesamt und die aktuellen Rahmenbedingungen. In diesen fünf Themenfeldern wurden auf Landesebene von allen Stakeholdern 20 Maßnahmen und Lösungsansätze definiert. „Wir müssen weiter gemeinsam an Lösungen arbeiten, die den Arbeitsplatz Tourismus noch attraktiver gestalten, damit die Branche in Vorarlberg eine gute Zukunft hat“, sagt Markus Kegele. 

Susanne Kraus-Winkler, Staatssekretärin für Tourismus: Gemeinsam starke Signale zur Beschäftigung im Tourismus setzen

Der touristische Arbeitsmarkt ist in einer Transformationsphase: Mit knapp 239.000 Personen gibt es mehr Beschäftigte als noch vor der Krise, zeitgleich sind 12.936 offene Stellen und knapp doppelt so viele Arbeitssuchende gemeldet. Um dem erhöhten Arbeitskräftebedarf zu begegnen, braucht es eine gemeinsame Verpflichtung aller relevanten Interessensgruppen und Branchenvertreter, in ihrem Wirkungsbereich Verantwortung zu übernehmen. „Die Schrauben, an denen man drehen kann, sind vielfältig und reichen von flexiblen Arbeitszeit- und Entlohnungsmodellen, bis hin zu zeitgemäßen Mitarbeiterunterkünften oder Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Vieles befindet sich bereits in Umsetzung und bei einigen Themen wird man sich aufeinander zubewegen müssen, um die beste Lösung für alle Beteiligten zu finden“, sagt Tourismusstaatsekretärin Susanne Kraus-Winkler zu den Herausforderungen am touristischen Arbeitsmarkt.

Um strukturelle Verbesserungen am touristischen Arbeitsmarkt zu erzielen, arbeitet das Staatssekretariat mit den Sozialpartnern und Branchenvertreter:innen an gemeinsamen Maßnahmen: Erstens sollen Arbeitsbedingungen der Branche attraktiver und wo erforderlich auch moderner gestaltet werden. Zweitens gilt es, Arbeitssuchende für die Branche wieder verstärkt zu interessieren und in der Folge zu mobilisieren und sie beim Schritt ins Berufsleben zu unterstützen. Und drittens geht es um verbesserte Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  „Die Tourismuswoche in Vorarlberg hilft dabei, Best-Practice-Beispiele vor den Vorhang zu holen, Nachwuchs für die Branche zu begeistern und einer ganzen Region zu zeigen, dass der Tourismus ein attraktiver und abwechslungsreicher Arbeitgeber ist“, freut sich Kraus-Winkler. 

Premiere: 1. Vorarlberger Tourismuswoche

„Die Zukunft des Tourismus in Vorarlberg gezielt gestalten und aktiv am Image arbeiten, das soll im Rahmen der 1. Vorarlberger Tourismuswoche erreicht werden. Wir zeigen in dieser Woche die reiche Vielfalt unserer touristischen Perspektiven, Aufgaben, Angebote und Projekte wie auch die Inhalte der Tourismusstrategie 2030“, sagt Mike P. Pansi, Obmann der Fachgruppe Gastronomie.

Vorträge, Diskussionsrunden und der informelle Austausch zum Thema Mitarbeiter:innen sowie zur Tourismusstrategie 2030 stehen im Fokus des Eröffnungstages, an dem auch das erste Ausbildernetzwerk der Branche stattfindet. Ganz im Zeichen des Nachwuchses gestalten sich die kommenden zwei Tage: Die Gewinner:innen des Volksschul-Wettbewerbs „Mini-Köche und Mini-Gastgeber:innen“ sammeln erste Koch- und Gastgebererfahrung und die Tourismus-Lehrlinge sowie Schüler:innen erleben bei den „Skillsdays“ über Master-Classes und Workshops spannende Zukunftsperspektiven. Bei der „Zäm-Kitchenparty“ treffen sich Land- und Gastwirte zum regionalen „Food-Hunting“, „Talks am Herd“, Netzwerken und zum Verkosten regionaler Köstlichkeiten. Am Freitag geht der Landeslehrlingswettbewerb, die sogenannten „XiBerg-Skills“, über die Bühne. Im Anschluss kann man sich auf der Tourismus-Ausbildungsmesse (14 bis 19 Uhr) über die Tourismusschulen im Land und die Lehrberufe im Tourismus informieren. Krönender Abschluss einer ganzen Woche rund um den Tourismus und der Begeisterung für eine Branche, welche die Begegnung, Genuss und Qualität in den Vordergrund stellt, bildet die „Lange Nacht der Stars“ am Sonntag, 16. Oktober.

 

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