Programmierung von Handmustern für den 3D-Druck auf der Caligma 200 Anlage.
© Henn

HENN investiert in neue 3D-Druck Technologie

Mit der Investition in den SLA-Drucker Caligma 200 der Firma Cubicure GmbHverkürzt HENN jetzt seine Entwicklungsprozesse.

HENN blickt auf 10 Jahre Erfahrung im Manufacturing Bereich zurück. Die Anschaffung des neuen SLA-Druckers war der nächste logische Schritt. Mit dem Kauf reagiere man u.a. auf die Entwicklungen in Automotive, Laser- und Schweißindustrie, Aerospace, Food & Beverage, die bei der Bauteilentwicklung und Fertigung mehr Flexibilität, kürzere Time-to-Market Zeiten und weniger kostenintensive Herstellungsprozesse wünschen, heißt es seitens der Unternehmensführung. „Mit der Anschaffung des Druckers setzen wir neue Maßstäbe und kommen der Vision einer Kleinserienfertigung in einer AM-Farm am Standort Dornbirn näher,“ erklärt HENN-Inhaber und Geschäftsführer Martin Ohneberg. „Das erleichtert uns auch den Einstieg in neue Märkte sowie zukunftsweisende Kooperationen mit innovativen Start-ups.“  

Schneller zur Serienfertigung

HENN ist führender Anbieter von Schnellkupplungen für Ladeluft- und Kühlwassersysteme sowie Resonatoren. HENN Kupplungen werden bei fast allen OEMs weltweit verbaut und finden sowohl bei konventionellen als auch bei alternativen Antrieben (Batterie, Brennstoffzelle) Einsatz. „Mit dem neuen Drucker haben wir die Möglichkeit, die Komponenten im Vorfeld aus Polymeren in 3D drucken zu lassen und auf die Anwendungsparameter hin abzugleichen. Auch Funktionsmuster sind schnell durch das neue Druckverfahren auf Basis von Duroplasten herstellbar“, erklärt Christoph Jandl, Vice President Corporate Development & Innovation. Über effektives Prototyping lassen sich nahezu 100 Prozent aller Funktionalitäten der Verbindungstechnologien präzise nachbilden. „Das erleichtert und beschleunigt unseren Kunden die Entscheidung für eine Serienfertigung von Produkten“, so Christoph Jandl.

Ein Gewinn für den additiven Werkzeugbau

Das neue Druckverfahren bietet viele Vorteile: Verkürzte Herstellungsprozesse – statt bisher acht bis zwölf Wochen in der konventionellen Fertigung, braucht es künftig etwa eine Woche für den Druck der Formhälften bis zur Abmusterung an der Spritzgussmaschine. „Mit dem neuen Drucker geht alles unglaublich schnell. So lassen sich z.B. die Teile, die aus dem Drucker kommen, gleich einsetzen“, freut sich Produktentwickler Sven Hohlfeld über die große Unterstützung durch den Drucker im Engineeringbereich. Auch die Kosten reduzieren sich durch den Einsatz der Caligma 200. Eine Fertigung von Formhälften aus Aluminium oder Stahl ist für das aufwendige und kostenintensive Spritzgussverfahren nicht mehr nötig. „Das ist in jeder Hinsicht ein Gewinn für uns und unser Tochterunternehmen Eisele GmbH, der Spezialist für Anschlusskomponenten u.a. im Bereich Robotics, Food & Beverage sowie Laser- und Schweißindustrie und auch für kundenspezifische Sonderlösungen ist“, so Geschäftsführer Martin Ohneberg zur künftigen partnerschaftlichen Nutzung des SLA-Druckers.


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